Der Deutsche Entwicklerpreis, der Computerspiele-Preis aus der Branche für die Branche, der jährlich in Köln vom Game NRW vergeben wird, wird auch dieses Jahr Anfang Dezember verliehen.
Dieses Jahr bin ich nach über zehn Jahren aus den Fachjuries ausgeschieden und als Gast auf der Veranstaltung, und ich freue mich schon sehr darauf!
Denn das letzte Computerspiel, an dem ich mitarbeiten durfte, ist für insgesamt fünf Kategorien nominiert worden. Ich freue mich für das Team, das daran so unendlich viel mehr Anteil an diesem Spiel hatte als ich und ein wirklich unfassbar schönes Computerspiel abgeliefert hat!
„The Darkest Files„, das das Berliner Indie-Studio Paintbucket Games selbst publiziert hat, handelt von einer Staatsanwältin im Team des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer, der nach dem Zweiten Weltkrieg Verbrechen aus der Nazi-Zeit aufgearbeitet hat.
Fritz Bauer hat unser Verständnis in Deuschland von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Erinnerungskultur maßgeblich geprägt. Er hat einen wesentlichen Beitrag zur Verhaftung Rudolf Eichmanns geleistet.
Die Fälle von Verbrechen aus der Nazizeit in „The Darkest Files“, die man untersucht, beruhen auf tatsächlichen Geschehnissen, auch wenn sie natürlich für das Spiel bearbeitet und etwas entfremdet wurden. Sie beleuchten den Unrechtsstaat der Diktatur und seiner Auswirkungen auf die Menschen.
Ich freu mich auf den 2. Dezember und die Verleihung!
Vom Staat der Amazonen bis Praios‘ Zorn – Die politische Ideengeschichte der Welt von Das Schwarze Auge (Arbeitstitel)
Hrsg. Lena Falkenhagen & Eugen Pfister
Zum Sammelband:
Das Schwarze Auge war lange Zeit das bedeutendste Pen-and-Paper-Rollenspiel im deutschsprachigen Raum. Für viele Jugendliche und junge Erwachsene in (West-)Deutschland, Österreich und der Schweiz war das Spiel eine prägende Erfahrung sowohl im Hinblick auf die Lese- und Spielkultur sowie die Sozialisierung. In der fantastischen Welt “Aventurien” entflohen die Spieler*innen aber nicht nur ihrem Schul- und Arbeitsalltag, sie brachten ebenso wie die Autor*innen Teile dieser Alltagswelt mit ins Spiel, übten sich im Problemlösen und der sozialen Interaktion. So wurde im Austausch von Redaktion und Spieler*innen eine ungewöhnlich detailliert ausgebaute fantastische Welt geschaffen und in unzählbaren Spielrunden zum Leben erweckt. Dabei ging es eben nicht nur um das Bekämpfen von Monstern und das Erkunden von Verliesen, sondern es wurden auch – mal mehr mal weniger – Themen wie Herrschaft, Gerechtigkeit, Religion, Wissenschaftsfreiheit, Geschlechterkonstruktionen usf. verhandelt. Das Phänomen Rollenspiel und seine Wechselwirkungen mit unseren Weltvorstellungen ist aber bis heute nicht ausreichend erforscht.
Dabei werden in Rollenspielen grundsätzlich Weltbilder verhandelt, auch gerade in Fantasy-Szenarien. Insbesondere Das Schwarze Auge, das ganz zentral Vorstellungen von Europa in verschiedenen historischen Epochen verarbeitet und verändert, eignet sich besonders gut für eine Untersuchung dieser politischen Ideen und ihrer Geschichte, vor allem auch, weil die Spielwelt in gewissen Bestandteilen auch immer in einem Aushandlungsprozess mit einer sehr aktiven Community entstanden ist.
Ist also das Fantasy-Rollenspiel Flucht in fremde Welten oder aber ein Spielfeld zur Erschließung unserer Gegenwart? Tatsächlich sind bei genauerer Betrachtung “Auelfen”, “Brilliantzwerge” und “Schwarzpelze” in ihrem Handeln, ihren Ritualen und Ideologie weit weniger fremd als man es erwartet. In wiefern bieten sie gerade in ihrer stereotypen Überspitzung Spieler*innen die Möglichkeit realweltliche Themen zu verhandeln und sich in vielleicht hochpersönlichen (Problem-)Situationen zu üben? Bieten sie schließlich die Möglichkeit, abstrakte politische Ideen wie Freiheit, Fortschritt und Gerechtigkeit unmittelbar erfahrbar zu machen?
Wir sind der Überzeugung, dass die Welt des Schwarzen Auges, Aventurien, eine besonders vielversprechende Quellensammlung für eine politische Ideengeschichte im deutschsprachigen Raum von 1984 bis 2007 darstellt. In unserer hochkomplexen Gesellschaft bedarf Politik zu ihrer Legitimation einer ständigen Kommunikation ihrer Konzepte an eine möglichst breite Bevölkerung. Das geschieht eben nicht nur in spezialisierten Expert*innendiskursen sondern zu großen Teilen in Massenmedien und auch in der Populärkultur. Hier verhandeln wir immer wieder aufs Neue aus, was wir unter zentralen politischen Ideen verstehen. Was macht eine gerechte Herrschaft aus? Was rechtfertigt einen Krieg? Wie rechtfertigen wir wachsende Unterschiede zwischen arm und reich?
Unser Sammelband erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, möchte aber anhand ausgewählter politischer Ideen einen möglichst umfassenden Überblick zur Ideengeschichte in der Welt des Schwarzen Auges geben. Im Folgenden findet sich eine Liste von uns zusammengestellter Ideen, die wir unbedingt im Sammelband behandelt sehen wollen. Wir bitten deshalb alle interessierten Beiträger*innen dazu ein, uns einen Vorschlag zu schicken, zu welchen drei dieser Themen sie ein kurzes Überblickskapitel schreiben möchten. Zudem bieten wir die Möglichkeit noch die Einreichung eines vierten eigens gewählten Übersichtskapitel. Die Kapitel sollen bewusst möglichst allgemein und umfassend die ganze Geschichte und Welt Aventuriens umfassen. Dabei soll es Ziel sein zu zeigen, wie realweltliche aktuelle und historische Vorbilder in der Welt des Schwarzen Auges verarbeitet werden.
Politische Ideen in Aventurien:
Politische Systeme
Kulturen/Ethnien
Krieg
Religion
Gender
Familie
Heldentum
Arbeit
Wirtschaft
Technologie
Wissenschaft
Kunst
Magie
Geschichte
Einreichungen
Die einzelnen Kapitel sollen in deutsch verfasst werden. Für einen Beitrag reichen Sie uns bitte bis zu drei Vorschläge aus der obigen Liste und evtl. einen zusätzlichen vierten eigenen Themas für ein Übersichtskapitel ein. Bitte illustrieren Sie Ihre Wahl jeweils in einem kurzen Absatz (800-1500 Zeichen) zu jedem der eingereichten Themen. Aus den Vorschlägen wählen wir dann im Normalfall einen aus. Bitte schicken Sie Ihre Kapitelvorschläge bis 10. Januar 2026 an kontakt@falkenhagen.de UND eugen.pfister@hkb.bfh.ch.
Empfohlene Zitierweise : Lena Falkenhagen und Eugen Pfister: “Call for Papers: ‘Vom Staat der Amazonen bis Praios’ Zorn – Die politische Ideengeschichte in der Welt von Das Schwarze Auge’ ” in: Spiel-Kultur-Wissenschaften, <http://spielkult.hypotheses.org/8311> 24.09.2025
Bild: Eugen Pfister
FAQ: 1. Wir stellen uns vor, man sucht sich bis zu drei Topi von der Liste aus und schreibt zu jedem 800-1500 Zeichen. Wenn man zusätzlich findet, es bräuchte unbedingt noch ein Kapitel zu Informatik in Aventurien, dann schreibt man dazu nochmal 800-1500 Zeichen. Inhaltlich sollten die jeweiligen Kurztexte zeigen, was ungefähr gepalnt ist. Und ja, am besten auch, warum man sich für diesen Abschnitt qualifiziert.
Heute ist mein neues Buch „Bote der Finsternis“ erschienen! Ich freu mich immer noch wie beim ersten Buch, auch wenn es inzwischen das … ich glaube … elfte ist.
Gemeinsam mit Thomas Finn schreibe ich ja vier Romane in der Welt des Schwarzen Auges, Aventurien. Wir erzählen die Geschichte unserer Abenteuerkampagne „Im Schatten Simyalas“ im Piper Verlag!
Thomas Finn und Lena Falkenhagen auf dem Nordcon 2025
So ein Erscheinungstag ist für Autor*innen immer das Ende eines langwierigen Prozesses und der Anfang der Freude – Rezensionen von erfreuten Lesenden, Lesungen, Buchpromotion – das alles ist ein schöner Reigen aus der Nebentätigkeit als Autorin.
Das Buch ist erhältlich in eurem lokalen Buchhandel – und natürlich bei allen Online-Händlern!
Und hier ist nun das wunderbare zweite Cover:
Und der Klappentext:
Eine verzauberte Harfe. Ein legendärer Heiliger. Eineeine verzweifelte Suche
Der finstere Namenlose Gott wirft sein Auge auf die verschollene Elfenstadt Simyala. Im Wettlauf gegen die Zeit versucht eine tapfere Heldengruppe, das Geheimnis der Stadt zuerst zu entschlüsseln. Doch dafür muss sich die Gruppe um Eyvin, Franya und Wulfhardt aufteilen. Denn ein Hinweis führt zur Magierakademie nach Punin, in deren Mauern die legendäre „Harfe der Winde“ ruhen soll: ein mächtiges hochelfisches Artefakt. Eine andere Spur verweist auf eine Verschwörung im Herzen des Kaiserreichs. Kann es Eyvin gelingen, ihren Vater aus den Fängen des Bösen zu befreien? Kann Wulfhardt den Schlüssel zu Simyala finden? Und welchen Preis müssen die Freunde für ihre Suche bezahlen?
Band 1: Im Schatten Simyalas – Ruinen der Elfen Band 2: Im Schatten Simyalas – Bote der Finsternis Weitere Bände in Vorbereitung.
Die Leipziger Buchmesse ist ein beliebter Treffpunkt zwischen Autor*innen und Lesenden – weil sich Leipzig im März vollständig in eine wunderbare Buchstadt verwandelt. Ich werde mich zwischen den Terminen (also Donnerstag und Samstag) hauptsächlich am Stand des Verbands deutscher Schriftsteller*innen aufhalten: Halle 5 G505.
Hier sind nun also die öffentlichen Termine, zu denen man mich auf der Messe oder in der Stadt auf Lesung findet. Ich höre, für die Piper-Fantasy-Nacht am Freitag um 19h gibt es noch einige wenige Tickets!
Ich freu mich auf euch und die vielen Begegnungen!
Donnerstag, 27.03.25
12:00 – 13:00
Welchen Einfluss hat KI auf die Kreativwirtschaft? Ort: Forum Mensch & KI – Schöne neue Welt? (Halle 5, D301) Mit Hanna Möllers (DJV), Marcel Noack (BBK), Tobias Kiwitt (PEN-Zentrum D)
14:30 – 15:00
KI und Autor*innen Wie beeinflusst KI die Arbeit von Autor*innen? Mit: Sven j. Olsson Ort: Forum autoren@leipzig (Halle 5, D501)
Freitag, 28.03.25
13.30-14.00 Uhr
Talk & Lesung „Ruinen der Elfen“ (Piper) Ort: Phantastische Leseinsel 1 (Halle 3, Stand C504) Mit Thomas Finn
19.00 Uhr
[EDIT: die Veranstaltung ist bereits vollständigausverkauft!] Beginn der PIPER Fantasy Nacht! Mit Lena Falkenhagen, Thomas Finn, Kira Licht und Liane Mars Moderation: Mháire Stritter von Orkenspalter TV Mit Pen-&-Paper-Rollenspiel Ort: Schille-Theater, Otto-Schill-Straße 7, 04109 Leipzig
Samstag, 29.03.25
14:30-15:00 Uhr
Was verdienen Autor*innen? Aktuelles zu Datenreport und Honorarumfrage des Verbands deutscher Schriftsteller*innen Ort: Forum autoren@leipzig (Halle 5, D501) Lena Falkenhagen, Diana Menschig
16.00-17.00 Uhr
Signierstunde „Ruinen der Elfen“ Ort: Phantastikbuchhandlung (Halle 3, Stand C501) Mit Thomas Finn
Sonntag, 30.03.25
11.00-12.00 Uhr
Life-Tischrollenspiel mit dem LitPack! Ort: Phantastische Leseinsel 1 (Halle 3, Stand C504) Mit dem Phantastik-Autoren-Netzwerk (PAN) e.V. Mit Thomas Finn, Tom Orgel, Carsten Steenbergen
13:15-14:00 Uhr
Demokratiefeind Social Media? Ort: Forum offene Gesellschaft (Halle 2, B500) Mit Danica Bensmail (DjU), Holm Gero Hümmler (Skeptix), Alexander Waschkau (Hoaxilla)
The Darkest Files ist erschienen. Wenn ihr nur ein Spiel in diesem Jahr spielen könnt, spielt bitte dieses.
Natürlich bin ich vorbelastet: bei dem Spiel war ich (am Anfang) als Narrative Director mit im Boot und habe deshalb immer noch sehr, sehr zärtliche Gefühle dafür. Das phantastische Team von Paintbucket Games stellt das Spiel nun dem Publikum vor, und ich bin so froh, dass es genau in diesem Jahr erscheint.
Das Indie-Studio Paintbucket Games aus Berlin hat mit dem True-Crime-and-Court-Room-Drama einen würdigen Nachfolger zu seinem wunderbaren Erstlingswerk Through the Darkest of Times herausgebracht, das im Jahr 2020 als erstes deutsches Spiel Hakenkreuze unter der Sozialadäquanzklausel im Spiel verwendete.
Wo Through the Darkest of Times (liebevoll TtDoT genannt) uns eine Widerstandszelle im Berlin der beginnenden Nazifizierung spielen ließ, nimmt The Darkest Files die frühe Nachkriegszeit und das Team aus Staatsanwälten um den hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer ins Visier. Dieses Team aus jungen, unbelasteten Staatsanwälten soll Verbrechen aus der Nachkriegszeit ermitteln. TDF stellt zwei dieser Fälle vor, und wer sich der Zeit nähern möchte und gern knobelt, dem sei das Spiel auf jeden Fall ans Herz gelegt.
Denn The Darkest Files betont die Wichtigkeit der Freiheit der Gerichte von der Einflussnahme durch die Politik oder die Gesetzgebung.
Das Spiel betont, dass wir *alle* der Rechtsstaat sind, und dass, obwohl Demokratie Gruppensport ist, jedes einzelne Individuum mit Anstand, Haltung und Würde einen solchen Unterschied machen kann wie Fritz Bauer in den Fünzigern. Ohne diesen Mann wäre unser Rechtsstaat nicht der, der er ist, und hätten wir nicht dasselbe Verständnis der Erinnerungskultur über die Verbrechen des Nationalsozialismus.
The Darkest Files erscheint heute. Gloria Manderfeld hat es für die GameStar freundlicherweise rezensiert; dieser Beitrag steht dort heute noch VOR der Paywall. Vielen Dank dafür!
Bitte spielt dieses Spiel, sprecht darüber, empfehlt es weiter – und lasst euch von Autokraten oder Billonären nicht einreden, dass wir machtlos sind.
Zwei Autor*innen, drei Spielende und eine Buchhandlung – wie Thomas Finn und ich in der Hugendubel-Filiale am Kröpke in Hannover eine Rollenspielrunde mit Publikum leiteten.
Ja, ihr lest richtig. Mein Co-Autor Thomas Finn und ich hatten am 20.03.2025 eine Lesung mit anschließendem Rollenspiel auf der Bühne in der großen Hugendubel-Buchhandlung am Kröpke in Hannover.
Sehr schnell war die Veranstaltung restlos ausverkauft! Und gerüchteweise hörte ich, dass beim nächsten Mal – ja, es wird ein nächstes Mal geben! – doppelt so viele Tickets rausgegeben werden.
Annonciert wurde das ganze als „Mitmach-Aktion“ – und das wurde es auch. Nicht nur haben wir drei Spielplätze auf der Bühne an das Publikum verlost – ganz fair mit dem zwanzigseitigen Würfel natürlich – sondern das Publikum spielte auch eine essentielle Rolle in dem Szenario, das wir spielten …
Für DSA-Nerds der ersen Stunde: Tom hatte auf dem Tisch sogar eine originalen Meisterschirm und DIE Maske des Meisters mitgebracht …
Gemeinsam erlebten wir ein Abenteuer in der Unterstadt von Havena, das am selben Schauplatz spielt wie eine traumhafte Szene in meinem Teil unserer Romanhandlung in „Ruinen der Elfen“ von Piper.
Das ganze hat so viel Spaß gemacht und das Publikum ist so toll mitgegangen, dass wir das ganze im Juli in Köln wiederholen – dort bei der Mayerschen!
Auf der Jagd nach einem rätselhaften weißen Hirsch geraten die Jahrmarktszauberin Franya, der Halbelf Lindion und der Adlige Wulfhardt in die Ränke des finsteren Namenlosen Gottes. Sein Ziel: die Mysterien der uralten Elfenstadt Simyala. Derweil reist die Skaldin Eyvin in eine ferne Metropole, um dort ein Geheimnis in der überfluteten Unterstadt aufzuspüren. Die illegitime Tochter des berüchtigten Kapitäns Beorn „des Blenders“ will die Ehre ihres Vaters wiederherstellen, der einst dem Namenlosen anheimfiel. Keiner von ihnen ahnt, dass der Blick des finsteren Gottes längst auf sie gefallen ist.
Band 1: Im Schatten Simyalas – Ruinen der Elfen Band 2: Im Schatten Simyalas – Bote der Finsternis Band 3: (tba) Band 4: (tba)
Es ist soweit: mein neues Buch ist veröffentlicht!
Der Titel ist „Im Schatten Simyalas: Ruinen der Elfen“. Das Cover ist einfach wunderschön, seht es euch an:
Das Buch erscheint im Piper-Verlag und ist Teil einer Serie von vier Büchern, die ich mit meinem Co-Autor Thomas Finn veröffentliche. Kaufen kann man ihn z.B. in der Autorenwelt.
Die Romane drehen sich um die mysteriöse Hochelfenstadt Simyala, die mitten im undurchdringlichen Reichsforst direkt neben der riesigen Kaiserstadt Gareth liegt.
Simyala ging vor Jahrtausenden unter. Viele haben es gesucht. Niemand hat es je gefunden …
In der Romanserie finden unsere Hauptfiguren gemeinsam mit Baron Allerich von Falkenwind und Gräfin Naheniel Quellentanz heraus, warum Simyala unterging, warum es immer noch im Verborgenen liegt und warum das eigentlich auch eine ganz gute Sache ist …
Der Hintergrund des Buchs ist die Welt „Aventurien“ des Tischrollenspiels „Das Schwarze Auge“. Tom Finn und ich schrieben dafür vor 25 Jahren die Spielekampagne. Sie bestand aus den Abenteuerbüchern „Namenlose Dämmerung“, „Stein der Mada“ und „Der Basiliskenkönig“. Zusammengefasst wurde sie bereits 2007 für den Kampagnenband „Im Schatten Simyalas“.
Jetzt wird eine Romanserie daraus, und ich bin ganz verliebt in unsere Protagonist*innen! Daher möchte ich sie hier kurz vorstellen:
Eyvin Alvidsdottir ist eine Skaldin aus Thorwal und eine Tochter von Beorn dem Blender aus der Phileassonsaga von Bernhard Hennen und Robert Corvus. Sie trifft in Havena auf die Einbrecherin Vike Precht und reist mit ihr gemeinsam weiter. Der Adlige Wulfhardt von Rabenmund geht eine seltsame Allianz mit der Jahrmarktszauberin „Franya die Fantastische“ ein, die mit dem Halbelfen Lindion in ihrem Kastenwagen durch das Land zieht und die Menschen mit Aufführungen beglückt.
Der zweite Band ist auch bereits geschrieben und heißt „Bote der Finsternis“. Das Cover könnt ihr hier bereits erahnen. Auch dieses finde ich wunderbar. Das Artwork ist auf Toms und meine spezifischen Wünsche hin original erstellt worden und spiegelt einen Ausschnitt der Handlung des Buches wieder!
Nachdem ich im Buchbereich zuletzt unter einem Gruppenpseudonym für eine Hörbuchserie bei Audible geschrieben habe (hört gern rein, „Das Rabenmädchen“ und „Die Rabenkönigin“ mag ich immer noch sehr), ist es ein wunderbares Gefühl, wieder ein gedrucktes Buch in Händen zu halten.
Besonders die Karten der Handlungsorte in der Klappenbroschur haben es mir angetan. Hier sieht man die Region, in der sich der Handlungsstrang um Wulfhardt, Franya und Lindion in Band 1 abspielt: die Baronie Falkenwind sowie die Amboß-Berge und der nördliche Bereich des Fürstentums Almada, wo die Handlung meine Figuren Eyvin und Vike in Band 2 hinführt:
Und in schwarz-weiß findet man eine Karte der Stadt Havena. Dort spielt ein Großteil meines Handlungsstrangs um Eyvin und Vike in Band 1:
Mein Dank rund um die Veröffentlichung gilt zunächst den phantastischen Menschen im Piper Verlag, allen voran unseren Lektorinnen Kathrin Dodenhoft und Paulina Schäfer, sowie Bernhard Hennen, der uns in der Umsetzung des Projekts stets für Gespräche zur Verfügung stand!
Games zwischen Empathy Machines und Eichmann-Simulatoren
Oder: Wir müssen darüber reden, wie wir über Games reden.
Am 12.12.2024 begann in Regensburg live und in Farbe die zweite Gamepathy-Konferenz. Dieses wunderbare Format beschäftigt sich inhaltlich mit dem Thema Games und Empathie, also einem Thema, das immer wieder diskutiert wird: was machen Games mit uns?
Die Fragestellungen, die dahinter stehen, sind ja divers: erzeugen Computerspiele besser oder schlechter Empathie, als andere Medien? Wie tun sie das? Hier sind die tollen Beiträge der Konferenz auf Twitch (hoffentlich dauerhaft abrufbar):
Ich bin dieses Jahr eingeladen worden, die Keynote zu halten. Neben einem Exkurs über die Rezeption von Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ und JK Rowlings „Harry Potter“ habe ich mich grundlegend darauf konzentriert zu fragen: was ist Empathie? Ist sie immer gut? Kann Empathieaufbau missbraucht werden?
Im zweiten Teil der Keynote habe ich mich damit auseinandergesetzt, WIE wir über Games reden. Denn wir müssen darüber sprechen, wie Games im Kulturjournalismus abgebildet und geframed werden. Und wenn ich ganz ehrlich bin, möchte ich vermeintlich lustige Überschriften über Artikel über Serious Games, die mit den Worten „zocken“ oder „daddeln“ gebildet werden, im Kulturjournalismus nie wieder lesen müssen.
Meine Keynote findet ihr hier auf Youtube im Gamepathy-Kanal:
Gamepathy Podcast Folge 05: Eröffnung der Fachtagung 2024
Mein Eindruck war, dass wir vor Ort außerordentlich viel Gesprächsbedarf darüber hatten, was Games mit uns machen – seien es Tischrollenspiele, Liverollenspiele oder Computerspiele.
Wir hatten einen zweistündigen intensiven Austausch auch über die Verantwortung von Künstler*innen (und als solche sehe ich Menschen, die Games machen) gegenüber der Gesellschaft, gegenüber den Spieler*innen und welche Verantwortung aber auch die Individuen für sich selbst und gegenüber der Gesellschaft tragen.
Es war ein spannender Abend und ich freue mich sehr, dabeigewesen zu sein!
Mein Dank für die Einladung und Organisation geht an Marion Plank, Rudolf Inderst, Nadine Trautzsch, Thorsten Zimprich und Jörg Burbach.
Die letzten Monate waren angefüllt mit Konferenzen vornehmlich im Games-Bereich, bei denen ich freundlicherweise aufs Podium eingeladen wurde. Beginnen möchte ich aber mit der Ankündigung einer Konferenz, auf der ich im Dezember die Keynote halten darf: Die Gamepathy in Regensburg.
Die Konferenz Gamepathy ist noch gar nicht alt, sie findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Sie widmet sich dem Computerspiel aus dem Blickwinkel der Empathie. Das allein ist schon ein spannendes Konzept, das ich gern unterstütze.
Parallel dazu findet eine Entwicklerkonferenz statt, die zum Entwickeln von Spielen mit diesem Fokus ermutigen möchte.
Meine Keynote wird den Titel „Games zwischen Empathy Machine und Eichmann-Generator“ tragen.
Die Apulia Digital Experience, die vom italienischen Fernsehsender RAI und dem Filmhouse Bari in Kooperation mit Fabio Belsanti und seiner Initiative „Video Games and (High) Culture“ veranstaltet wurde, lud mich Ende Oktober nach Bari ein.
Auf der Bühne saßen Marta Fijek, eine sehr kluge Akademikerin, die zum Thema ein neues Buch „How and Why We Make Games – The Creative Confusion“ veröffentlicht hat, sowie ihr Ko-Autor Artur Ganszyniec. Ich lese das Buch gerade und kann es herzlich empfehlen, da Marta das Konzept des Narrative in Computerspielen aus einer neuen Perspektive beleuchtet: sie trennt sich von klassichen Betrachtungsweisen von Elementen in Computerspielen und scheidet sie in ihrer „Topography of Narrative“ in „Static“ und „Dynamic“. Das ist eine spannende Betrachtungsweise, die mir auf ersten Gedanken einleuchtend erscheint, die ich aber noch genauer durchdenken muss.
Und dann lud mich die Stiftung digitale Spielekultur im November unter dem Titel „From Dystopian Fears to AI Realities & Video Games“ auf die ExMachina-Bühne auf dem Games Ground Festival in Berlin ein. Dort sprach ich mit Miles Tost (Level Design Lead CD Project Red), Carolin Wendt (Community Manager CD Project Red) und Dr. Lars Schmeink (Forscher am Deutschen Luft- und Raumfahrt-Zentrum) über Dystopien in Cyberpunk 2077.
Welche Ängste generative KI auslösen, werden ja schon heute deutlich. Was macht menschliche Kreativität aus? Kann Maschine Kreativität? Oder kopiert sie nur den Menschen? Cyberpunk eskaliert das Thema ja noch mal durch die transhumanistische Brille: wie viel kann man von einem Mensch wegnehmen, ohne dass er sein Menschsein verliert? Wie viel kann man ihm hinzufügen? Und wie viele menschliche Qualitäten muss eine Maschine oder Künstliche Intelligenz (die starken) gewinnen, damit wir ihnen Menschenrechte zugestehen?
Solche Fragen sind Menschheitsfragen, und das Computerspiel als Kulturelles Artefakt ist ein guter Ort, um sie zu diskutieren. Die Veranstaltung war sehr befruchtend, besonders weil parallel eine Spielung des Computerspiels stattfand, die zeitweise im virtuellen Puff landete …
Auf dem Dreieich-Con – einem der größten deutschen Tischrollenspiel-Cons – haben mein Schreibgefährte Thomas Finn und ich zum ersten mal aus unserem noch unveröffentlichten Manuskript gelesen.
„Im Schatten Simyalas: Ruinen der Elfen“ erscheint am 27.02.2025.
Eine Stunde später hatten wir inoffizielle Staffelübergabe:
Denn unsere Simyala-Bücher sind ja die inhaltlichen Nachfolger zu Bernhard Hennen und Robert Corvus Phileassonsaga. Daher haben wir auf dem Dreieich-Con eine Podiumsdiskussion zum gemeinsamen Schreiben von Büchern und der Zukunft der DSA-Romane im Piper-Verlag gehalten, moderiert von Robert Bude.
Und last but not least lud mich freundlicherweise das SPD-Kulturforum am 5. November zur Diskussion zum Thema „Mensch vs. Machine“ nach Berlin ein. Die angeregte Diskussion im Basecamp mit Dirk Beinhold, Filmproduzent und Vorstandsmitglied der Deutschen Filmakademie & Deutschen Produzentenallianz, Dr. Ramona Greiner, Digital Analytics & Data Ethics Consultant, Speakerin und Autorin, sowie Tim Renner, Musikproduzent, Journalist und Autor und ehem. Berliner Staatssekretär für Kultur wurde moderiert von Arne Schröer, dem Geschäftsführer des Kulturforums der Sozialdemokratie.