Biografie

Die Schriftstellerin Lena Falkenhagen

Geboren 1973 in der historischen Altstadt Celle wuchs ich bereits von Geschichte umgeben auf. Laut meiner Mutter lernte ich bereits im Alter von vier Jahren das Lesen und begann, Geschichten zu verschlingen, wo immer ich sie fand. Ich erinnere mich noch lebhaft an „Pitje Puck, den spaßigen Briefträger“, und später an Bram Stokers „Dracula“, Tolkiens „Herrn der Ringe“ und Thomas Manns „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ – alles, was gut geschrieben war und über interessante Charaktere verfügte, wurde gelesen. Seit meinem elften Lebensjahr liefert mir zudem die phantastische Rollenspielwelt Aventurien einen unerschöpflichen Quell der Eingebungen.

Im Alter von einundzwanzig wurde meine erste Kurzgeschichte „Wolfstränen“ veröffentlicht, im Jahr 1996 folgte der erste Roman „Schlange und Schwert“, beide im Wilhelm-Heyne-Verlag. Parallel zum Studium der Anglistik und Germanistik widmete ich mich auch weiterhin dem Schreiben und Texten allgemein – ich arbeitete als freie Lektorin und Korrektorin für Amigo Spiel + Freizeit sowie als Übersetzerin für Pegasus Press und Feder & Schwert. Seit meinem Abschluss habe ich das Schreiben zu meinem Beruf gemacht.

Nach vier phantastischen Romanen und Dutzenden von Spieleprodukten ist mit „Das Mädchen und der Schwarze Tod“ für mich die Zeit der historischen Romane angebrochen. In ihm widme ich mich meiner Liebe zu den Totentänzen und der Hansestadt Lübeck. „Die Lichtermagd“, mein zweiter Roman, ist im Heyne-Verlag im Juni 2009 erschienen. Der Roman handelt von dem Schicksal einer christlichen Magd, die im Nürnberg des Jahres 1349 als Schabbesmagd in eine jüdische Familie aufgenommen wird. Niemand ahnt, dass sie aufs Engste mit dem Schicksal hunderter Nürnberger Juden verbunden sein wird.
Ich freue mich sehr, dass „Die Lichtermagd“ am 28. Mai den Delia-Preis für den besten Roman 2010 erhalten hat.

„Die Schicksalsleserin“ ist im August 2010 als dritter Historischer im Heyne-Verlag erschienen. Der Roman spielt zur Zeit der ersten Türkenbelagerung 1529 in Wien – und begleitet Madelin, eine junge Frau, durch die Kriegswirren. Dabei hat sie nur eines im Sinn: ihrem lieben Freund Franziskus einen Arzt zu finden, denn ihn plagt eine fluchbeladene Krankheit … Und Madelin weiß nicht, dass sie mit ihrem Tarotspiel den Schlüssel zu Wohl und Wehe der Stadt in Händen hält.

Im März 2011 ist mein Roman „Undercover“ in der Justifiers-Space-Fantasy-Reihe von Markus Heitz erschienen, und 2013 erblickte „Die letzte Hanseatin“ im Heyne-Verlag das Licht der Welt.

Neben Romanen entwerfe ich seit 2012 auch Texte und Geschichten für Computerspiele, unter anderem Drakensang Online von Bigpoint. Seit 2017 bin ich wieder selbständig und schreibe u.a. Mobile Apps für den Carlsen Verlag. Im selben Jahr wählte mich das Magazin Gameswirtschaft unter die deutschen TOP 10 Games-Entwicklerinnen.

Ich engagiere mich für die Rechte und Honorare von Autorinnen und Autoren in Deutschland. Im November 2015 wurde in Köln auf Initiative von Diana Menschigs mit 15 Phantastik-Autoren PAN gegründet – das Phantastik-Autoren-Netzwerk. Ich ließ mich auf der Gründungsversammlung als Schatzmeisterin in den Vorstand wählen und zeichnete auch für die politische Ausrichtung von PAN verantwortlich. Von April 2017 bis 2019 zeichnete ich als 2. Vorsitzende für die Öffentlichkeitsarbeit und politische Ausrichtung von PAN verantwortlich. In dieser PAN-Funktion gründete ich im Oktober 2016 u.a. mit Nina George und Eva Leipprand das Netzwerk Autorenrechte, das damals 9 (heute 12) Verbände und Vereine ins Leben riefen, darunter der VS, das Syndikat sowie das PEN-Zentrum Deutschland. 2017-2019 arbeitete ich als stellvertretende Vorsitzende im Vorstand des VS Berlin.
Im Februar 2019 wählte mich die Delegiertenkonferenz des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller zur Bundesvorsitzenden des Verbands.

„Ein Roman stellt für mich einen Weg dar, den man selbst nicht zu beschreiten wagt. Eine Reise der Gefühle; des Erlebens von Trauer, Freude und Aufregung. Ich möchte meine Leserinnen und Leser dazu verlocken, sich in Figuren mit anderen moralischen Vorstellungen hineinzuversetzen und mit ihnen mitzufühlen. Jeder Mensch trifft in jedem Augenblick eine Entscheidung auf dem Weg seines Lebens. Manche sind hilfreich und mitmenschlich, andere selbstsüchtig und skrupellos. Gut und Böse existieren als Absolute nicht – sie erwachsen aus den Taten eines Menschen. Vor allem anderen möchte ich die Menschen aber begeistern. Für eine andere Zeit, für spannende Ereignisse – am meisten aber für die Reise mit der eigenen Phantasie.“

 

Eine Kurz-Biografie finden Sie hier.