Archiv der Kategorie: Allgemein

The Darkest Files gewinnt den Deutschen Computerspielpreis!

Am 29. April wurde in München der Deutsche Computerspielpreis 2026 vergeben. The Darkest Files von Paintbucket Games wurde als „Bestes Deutsches Computerspiel“ ausgezeichnet! Das ist das erste Mal, dass Paintbucket Games sich in der Hauptkategorie des größten deutschen Computerspielpreises unter anderem gegen Anno 117 von Ubisoft durchsetzen konnte. Das Spiel erhielt auch den Preis für das „Best Serious Game“.

Ich gratuliere dem Team, das vollständig hinter dem Spiel und seinen Fragestellungen steht, und die Jahre der Arbeit in die Entwicklung investiert haben, ganz, ganz herzlich auch auf diesem Wege. Bei der Preisverkündung habe ich vor Freude Tränen vergossen, weil die Arbeit und das Engagement von Paintbucket Games so großartig gewürdigt wurde.

Schriftzug "The Darkest Files" mit einer jungen Frau in einem Büro. Die Stimmung wird durch schräg durch ein Rolle aufgebrochenes Licht gesetzt. Der Stil ist comichaft reduziert.

Nun bin ich voreingenommen, weil ich bei The Darkest Files mit an der Konzeption der Meta-Narration sowie des ersten Falls beteiligt war. Trotzdem finde ich superwichtig, dass in einer Zeit, in der rechtsradikale Kräfte in unserer Demokratie erstarken und rechtspopulistische Themen auch bei konservativen Parteien im Bundestag mehr und mehr auf Akzeptanz stoßen, das Beste Deutsche Spiel genau die Thematik NS-Zeit und NS-Verbrechen thematisiert.

Ich möchte hier aus Jörg Friedrich (CEO und Creative Director von Paintbucket Games) aus seiner Rede zitieren: „Ich weiß nicht, wer die Geschichte von Fritz Bauer kennt. Fritz Bauer war ein deutscher Jurist, in den Zwanziger Jahren schon Richter, der bei den Nazis verhasst war, weil er sich getraut hat sie anzuklagen für ihre Verbrechen; damals schon. Er musste 33 das Land verlassen; er war auch Jude, das kam noch dazu, aber er war auch politisch ihr Gegner, und musste ins Exil gehen und kam zurück und hätte wirklich allen Grund gehabt, Rachegedanken zu haben und auch nicht mehr hierherzukommen. Aber er ist hierhergekommen, um diese Verbrechen juristisch aufzuarbeiten, damit wir eine bessere Gesellschaft werden, in der so etwas nicht mehr passiert. Eine Gesellschaft, in der die Menschenwürde geachtet wird und in der der oder die einzelne das im Zweifel auch gegen einen Staat oder gegen den Stärkeren einklagen kann. Und das ist eine ganz starke Message, das ist ein Spiel über die Vergangenheit, aber ich glaube, das ist heute so aktuell wie selten. Und es ist unsere verdammte Pflicht, sein Erbe, diese Gesellschaft, zu verteidigen. Diese Gesellschaft, in der die Menschenwürde wichtig ist, gegen alle, die uns das nehmen wollen, zu verteidigen.“

Jörg freute sich über den spontanen Jubel und Applaus, der auf diese Rede folgte, und darüber, dass die Branche zu dieser Aussage so fest steht. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Gesellschaftlich ist so wichtig, zu erkennen, dass Spiele im Allgemeinen (Brettspiele genauso wie Rollenspiele und Liverollenspiele) und Computerspiele im Speziellen einen großen Beitrag für die politische Bildung in Deutschland leisten können. The Darkest Files bietet genau das: eine Auseinandersetzung mit einem historischen Thema, das auf dem Curriculum jeder Schule steht, das man hier aber den Schüler*innen frisch aufbereitet in einem Format anbieten kann, das in ihnen eine gewisse Grundneugier weckt.

Ich fand beim Aufräumen gerade zwei Dokumente aus der Konzeption der Meta-Erzählhandlung, die ich hier gern mit euch teile. Man sieht, dass wir damals noch sechs Fälle geplant hatten, zu deren Umsetzung es aus diversen Gründen nicht kam. Erstens wurde jeder einzelne Fall aufwändiger, als ursprünglich gedacht (was dem Spiel gut tat), und zweitens kostet jeder Fall natürlich Zeit und damit Geld.

In dem zweiten Dokument lässt sich der persönliche Erzählbogen rund um die Bedrohung von Esther Katz schon in Grundzügen ablesen:

Dies ist ein Stand der frühzeitigen Konzeption, der so in der Entwicklung natürlich nicht vollständig umgesetzt wurde, aber ich finde es immer ganz interessant, eine Art vorher/nachher-Betrachtung machen zu können.

Das Cover von Spielend subversiv zeigt Lena Falkenhagen (links) und Marina Weisband (rechts) in pseudo-mittelalterlicher Kleidung vor blauem Hintergrund, verbunden mit einem schwarzen Tonwirbel. Darüber schwebt der Titel.

Podcast „Spielend subversiv“

Liverollenspiel gibt es schon seit den frühen 90ern. Es ist ein Hobby, das fasziniert. Bei einem Stück Kuchen und Tee stellte ich mit Marina Weisband fest, dass wir beide schon sehr lange über das „larpen“ sprechen möchten – also über das Spielen von Liverollenspielen.

Während Marina eher in der klassischen deutschen Großkon- und Kleinkon-Szene unterwegs ist, spielt Lena inzwischen eher internationale Larps, von „Nordic Larps“ bis hin zu „Modern German Larps“.

Das Cover von Spielend subversiv zeigt Lena Falkenhagen (links) und Marina Weisband (rechts) in pseudo-mittelalterlicher Kleidung vor blauem Hintergrund, verbunden mit einem schwarzen Tonwirbel. Darüber schwebt der Titel.

Wir beschlossen, uns ein Mikrophon zu schnappen und davon zu erzählen, um die Unterschiede in diesem Hobby herauszuarbeiten. Besonders aber wuchs unsere Faszination, die psychologische Seite von Larps zu beleuchten und den Bildungsaspekt herauszuarbeiten – besonders der „Nutzen“ von Larps für politische Bildung.

Und damit sind wir schon mitten in der Debatte. Dürfen Spiele einen „Nutzen“ haben, oder verlieren sie dann ihr spielerisches Moment? Lernen wir, wenn wir fiktive Figuren spielen? Kann man sich mit Spiel und Spaß als Mensch weiterentwickeln? Solche und andere Fragen möchten wir mit diesem Podcast beleuchten.

Inzwischen gibt es – zwei Jahre später – (und ja, ich liebe Viertelgeviertstriche, das ist keine KI), 12 Episoden des Podcasts „Spielend subversiv„.

Hört gern mal rein!

„Der Dunkle Brunnen“ bei Piper erschienen!

Ich darf verkünden, dass der dritte von vier Bänden der Simyala-Buchreihe „Der dunkle Brunnen“ im Piper-Verlag erschienen ist! Damit ist mein zwölfter Roman herausgekommen und ich freue mich sehr!

Ich liebe auch das Cover von Kerem Beyit noch mehr als die vergangenen Coverbilder, die Stimmung ist einfach umwerfend!

Thomas Finn und ich schreiben vier Romane in der Welt des Schwarzen Auges, Aventurien. Dabei verfolgen wir die Handlung unserer Abenteuerkampagne „Im Schatten Simyalas“, die damals eine Abenteuerreihe für Das Schwarze Auge war und von Spielenden mit ihren eigenen Helden erlebt werden konnte.

Wir haben uns fünf Figuren ausgedacht, die die Handlung der Kampagne nun in Romanform erleben. In diesem Band stehen Vike Precht (die Einbrecherin und Phex-Geweihte) sowie Eyvin Alvidsottir (die Skaldin) im besonderen Fokus der Handlung. Das Paar wurde ja am Ende von „Bote der Finsternis“ auseinandergerissen und muss sich nun getrennt voneinander durchschlagen.

Spannend dabei: bis Band 2 habe ich beide Figuren geschrieben; in Band 3 hat Tom Finn sie übernommen … dafür darf ich neben seiner Figur Franya der Fantastischen auch noch Lindion den Halbelfen übernehmen.

Jetzt schreiben wir an Band 4 und freuen uns bereits riesig auf die Coverentwürfe …

===== Der Klappentext =====

Die Tore zu einer vergessenen Welt öffnen sich: Im Schatten uralter Magie kämpfen Heldinnen und Helden gegen finstere Mächte – und gegen ihre eigenen Ängste.

Auf der Suche nach der verschollenen Elfenstadt Simyala reist die Abenteurergruppe um die Jahrmarktszauberin Franya in die geheimnisvollen Salamandersteine. Angeblich birgt das Gebirge Hinweise auf die Ursprünge der ersten Elfen Aventuriens. Derweil schließt sich die Diebin Vike in der Kaiserstadt Gareth dem Adligen Wulfhardt an, der dort gemeinsam mit seinen Gefährten den Geheimnissen eines von Magie durchwirkten Gemäldes nachspürt – nicht ahnend, dass der Namenlose Gott längst beschlossen hat, sie alle endgültig zu vernichten …

Ein episches Abenteuer voller Magie, Verrat und Heldentum – für alle Fans von High Fantasy und Rollenspielwelten wie „Das schwarze Auge“ und „Dungeons & Dragons“.

„Ein gewaltiges Fantasy-Spektakel-Feuerwerk (…), das die Herzen von High-Fantasy-Fans höherschlagen lässt.“ – Phantastik-Couch.de, über „Im Schatten Simyalas“ Band 1

Band 3 der epischen High-Fantasy-Reihe „Im Schatten Simyalas“.

Die komplette Reihe:
Band 1: Im Schatten Simyalas – Ruinen der Elfen
Band 2: Im Schatten Simyalas – Bote der Finsternis
Band 3: Im Schatten Simyalas – Der dunkle Brunnen
Band 4: Im Schatten Simyalas – Der Basiliskenkönig

Fünf Nominierungen für den Deutschen Entwicklerpreis!

Der Deutsche Entwicklerpreis, der Computerspiele-Preis aus der Branche für die Branche, der jährlich in Köln vom Game NRW vergeben wird, wird auch dieses Jahr Anfang Dezember verliehen.

Schriftzug "The Darkest Files" mit einer jungen Frau in einem Büro. Die Stimmung wird durch schräg durch ein Rolle aufgebrochenes Licht gesetzt. Der Stil ist comichaft reduziert.

Dieses Jahr bin ich nach über zehn Jahren aus den Fachjuries ausgeschieden und als Gast auf der Veranstaltung, und ich freue mich schon sehr darauf!

Denn das letzte Computerspiel, an dem ich mitarbeiten durfte, ist für insgesamt fünf Kategorien nominiert worden. Ich freue mich für das Team, das daran so unendlich viel mehr Anteil an diesem Spiel hatte als ich und ein wirklich unfassbar schönes Computerspiel abgeliefert hat!

The Darkest Files„, das das Berliner Indie-Studio Paintbucket Games selbst publiziert hat, handelt von einer Staatsanwältin im Team des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer, der nach dem Zweiten Weltkrieg Verbrechen aus der Nazi-Zeit aufgearbeitet hat.

Fritz Bauer hat unser Verständnis in Deuschland von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Erinnerungskultur maßgeblich geprägt. Er hat einen wesentlichen Beitrag zur Verhaftung Rudolf Eichmanns geleistet.

Die Fälle von Verbrechen aus der Nazizeit in „The Darkest Files“, die man untersucht, beruhen auf tatsächlichen Geschehnissen, auch wenn sie natürlich für das Spiel bearbeitet und etwas entfremdet wurden. Sie beleuchten den Unrechtsstaat der Diktatur und seiner Auswirkungen auf die Menschen.

Ich freu mich auf den 2. Dezember und die Verleihung!

Die Konkurrenz z.B. für das Beste deutsche Spiel ist auch phantastisch und lohn eines Blickes:
Lonely Mountains: Snow Riders von Megagon Industries und Tiny Bookshop von neoludic games sind auch sehr großartige Spiele!

Die Daumen sind gedrückt!

Call for Papers: DSA-Ideengeschichte

Vom Staat der Amazonen bis Praios‘ Zorn – Die politische Ideengeschichte der Welt von Das Schwarze Auge (Arbeitstitel) 

Hrsg. Lena Falkenhagen & Eugen Pfister 

Zum Sammelband:

Das Schwarze Auge war lange Zeit das bedeutendste Pen-and-Paper-Rollenspiel im deutschsprachigen Raum. Für viele Jugendliche und junge Erwachsene in (West-)Deutschland, Österreich und der Schweiz war das Spiel eine prägende Erfahrung sowohl im Hinblick auf die Lese- und Spielkultur sowie die Sozialisierung. In der fantastischen Welt “Aventurien” entflohen die Spieler*innen aber nicht nur ihrem Schul- und Arbeitsalltag, sie brachten ebenso wie die Autor*innen Teile dieser Alltagswelt mit ins Spiel, übten sich im Problemlösen und der sozialen Interaktion. So wurde im Austausch von Redaktion und Spieler*innen eine ungewöhnlich detailliert ausgebaute fantastische Welt geschaffen und in unzählbaren Spielrunden zum Leben erweckt. Dabei ging es eben nicht nur um das Bekämpfen von Monstern und das Erkunden von Verliesen, sondern es wurden auch – mal mehr mal weniger – Themen wie Herrschaft, Gerechtigkeit, Religion, Wissenschaftsfreiheit, Geschlechterkonstruktionen usf. verhandelt. Das Phänomen Rollenspiel und seine Wechselwirkungen mit unseren Weltvorstellungen ist aber bis heute nicht ausreichend erforscht. 

Dabei werden in Rollenspielen grundsätzlich Weltbilder verhandelt, auch gerade in Fantasy-Szenarien. Insbesondere Das Schwarze Auge, das ganz zentral Vorstellungen von Europa in verschiedenen historischen Epochen verarbeitet und verändert, eignet sich besonders gut für eine Untersuchung dieser politischen Ideen und ihrer Geschichte, vor allem auch, weil die Spielwelt in gewissen Bestandteilen auch immer in einem Aushandlungsprozess mit einer sehr aktiven Community entstanden ist. 

Ist also das Fantasy-Rollenspiel Flucht in fremde Welten oder aber ein Spielfeld zur Erschließung unserer Gegenwart? Tatsächlich sind bei genauerer Betrachtung “Auelfen”, “Brilliantzwerge” und “Schwarzpelze” in ihrem Handeln, ihren Ritualen und Ideologie weit weniger fremd als man es erwartet. In wiefern bieten sie gerade in ihrer stereotypen Überspitzung Spieler*innen die Möglichkeit realweltliche Themen zu verhandeln und sich in vielleicht hochpersönlichen (Problem-)Situationen zu üben? Bieten sie schließlich die Möglichkeit, abstrakte politische Ideen wie Freiheit, Fortschritt und Gerechtigkeit unmittelbar erfahrbar zu machen?

Wir sind der Überzeugung, dass die Welt des Schwarzen Auges, Aventurien, eine besonders vielversprechende Quellensammlung für eine politische Ideengeschichte im deutschsprachigen Raum von 1984 bis 2007 darstellt. In unserer hochkomplexen Gesellschaft bedarf Politik zu ihrer Legitimation einer ständigen Kommunikation ihrer Konzepte an eine möglichst breite Bevölkerung. Das geschieht eben nicht nur in spezialisierten Expert*innendiskursen sondern zu großen Teilen in Massenmedien und auch in der Populärkultur. Hier verhandeln wir immer wieder aufs Neue aus, was wir unter zentralen politischen Ideen verstehen. Was macht eine gerechte Herrschaft aus? Was rechtfertigt einen Krieg? Wie rechtfertigen wir wachsende Unterschiede zwischen arm und reich?

Unser Sammelband erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, möchte aber anhand ausgewählter politischer Ideen einen möglichst umfassenden Überblick zur Ideengeschichte in der Welt des Schwarzen Auges geben. Im Folgenden findet sich eine Liste von uns zusammengestellter Ideen, die wir unbedingt im Sammelband behandelt sehen wollen. Wir bitten deshalb alle interessierten Beiträger*innen dazu ein, uns einen Vorschlag zu schicken, zu welchen drei dieser Themen sie ein kurzes Überblickskapitel schreiben möchten. Zudem bieten wir die Möglichkeit noch die Einreichung eines vierten eigens gewählten Übersichtskapitel. Die Kapitel sollen bewusst möglichst allgemein und umfassend die ganze Geschichte und Welt Aventuriens umfassen. Dabei soll es Ziel sein zu zeigen, wie realweltliche aktuelle und historische Vorbilder in der Welt des Schwarzen Auges verarbeitet werden.

Politische Ideen in Aventurien: 

  1. Politische Systeme
  2. Kulturen/Ethnien
  3. Krieg
  4. Religion
  5. Gender
  6. Familie
  7. Heldentum
  8. Arbeit
  9. Wirtschaft
  10. Technologie
  11. Wissenschaft
  12. Kunst
  13. Magie
  14. Geschichte

Einreichungen

Die einzelnen Kapitel sollen in deutsch verfasst werden. Für einen Beitrag reichen Sie uns bitte bis zu drei Vorschläge aus der obigen Liste und evtl. einen zusätzlichen vierten eigenen Themas für ein Übersichtskapitel ein. Bitte illustrieren Sie Ihre Wahl jeweils in einem kurzen Absatz (800-1500 Zeichen) zu jedem der eingereichten Themen. Aus den Vorschlägen wählen wir dann im Normalfall einen aus.
Bitte schicken Sie Ihre Kapitelvorschläge bis 10. Januar 2026 an kontakt@falkenhagen.de UND eugen.pfister@hkb.bfh.ch.

Empfohlene Zitierweise : Lena Falkenhagen und Eugen Pfister: “Call for Papers: ‘Vom Staat der Amazonen bis Praios’ Zorn – Die politische Ideengeschichte in der Welt von Das Schwarze Auge’ ” in: Spiel-Kultur-Wissenschaften, <http://spielkult.hypotheses.org/8311> 24.09.2025

Bild: Eugen Pfister

FAQ:
1. Wir stellen uns vor, man sucht sich bis zu drei Topi von der Liste aus und schreibt zu jedem 800-1500 Zeichen. Wenn man zusätzlich findet, es bräuchte unbedingt noch ein Kapitel zu Informatik in Aventurien, dann schreibt man dazu nochmal 800-1500 Zeichen.
Inhaltlich sollten die jeweiligen Kurztexte zeigen, was ungefähr gepalnt ist. Und ja, am besten auch, warum man sich für diesen Abschnitt qualifiziert.

„Bote der Finsternis“ erschienen!

Heute ist mein neues Buch „Bote der Finsternis“ erschienen! Ich freu mich immer noch wie beim ersten Buch, auch wenn es inzwischen das … ich glaube … elfte ist.

Gemeinsam mit Thomas Finn schreibe ich ja vier Romane in der Welt des Schwarzen Auges, Aventurien. Wir erzählen die Geschichte unserer Abenteuerkampagne „Im Schatten Simyalas“ im Piper Verlag!

Thomas Finn und Lena Falkenhagen auf dem Nordcon 2025

So ein Erscheinungstag ist für Autor*innen immer das Ende eines langwierigen Prozesses und der Anfang der Freude – Rezensionen von erfreuten Lesenden, Lesungen, Buchpromotion – das alles ist ein schöner Reigen aus der Nebentätigkeit als Autorin.

Das Buch ist erhältlich in eurem lokalen Buchhandel – und natürlich bei allen Online-Händlern!

Und hier ist nun das wunderbare zweite Cover:

Und der Klappentext:

Eine verzauberte Harfe.
Ein legendärer Heiliger.
Eine eine verzweifelte Suche

Der finstere Namenlose Gott wirft sein Auge auf die verschollene Elfenstadt Simyala. Im Wettlauf gegen die Zeit versucht eine tapfere Heldengruppe, das Geheimnis der Stadt zuerst zu entschlüsseln. Doch dafür muss sich die Gruppe um Eyvin, Franya und Wulfhardt aufteilen. Denn ein Hinweis führt zur Magierakademie nach Punin, in deren Mauern die legendäre „Harfe der Winde“ ruhen soll: ein mächtiges hochelfisches Artefakt. Eine andere Spur verweist auf eine Verschwörung im Herzen des Kaiserreichs. Kann es Eyvin gelingen, ihren Vater aus den Fängen des Bösen zu befreien? Kann Wulfhardt den Schlüssel zu Simyala finden? Und welchen Preis müssen die Freunde für ihre Suche bezahlen?

Band 1: Im Schatten Simyalas – Ruinen der Elfen
Band 2: Im Schatten Simyalas – Bote der Finsternis
Weitere Bände in Vorbereitung.

Wo trifft man mich in Leipzig?

Die Leipziger Buchmesse ist ein beliebter Treffpunkt zwischen Autor*innen und Lesenden – weil sich Leipzig im März vollständig in eine wunderbare Buchstadt verwandelt. Ich werde mich zwischen den Terminen (also Donnerstag und Samstag) hauptsächlich am Stand des Verbands deutscher Schriftsteller*innen aufhalten: Halle 5 G505.

Hier sind nun also die öffentlichen Termine, zu denen man mich auf der Messe oder in der Stadt auf Lesung findet. Ich höre, für die Piper-Fantasy-Nacht am Freitag um 19h gibt es noch einige wenige Tickets!

Ich freu mich auf euch und die vielen Begegnungen!

Donnerstag, 27.03.25
12:00 – 13:00Welchen Einfluss hat KI auf die Kreativwirtschaft?
Ort: Forum Mensch & KI – Schöne neue Welt? (Halle 5, D301)
Mit Hanna Möllers (DJV), Marcel Noack (BBK), Tobias Kiwitt (PEN-Zentrum D)
14:30 – 15:00KI und Autor*innen
Wie beeinflusst KI die Arbeit von Autor*innen?
Mit: Sven j. Olsson
Ort: Forum autoren@leipzig (Halle 5, D501)
  
Freitag, 28.03.25 
13.30-14.00 UhrTalk & Lesung „Ruinen der Elfen“ (Piper)
Ort: Phantastische Leseinsel 1 (Halle 3, Stand C504)  
Mit Thomas Finn
  
19.00 Uhr[EDIT: die Veranstaltung ist bereits vollständig ausverkauft!]
Beginn der PIPER Fantasy Nacht!
Mit Lena Falkenhagen, Thomas Finn, Kira Licht und Liane Mars
Moderation: Mháire Stritter von Orkenspalter TV
Mit Pen-&-Paper-Rollenspiel
Ort: Schille-Theater,
Otto-Schill-Straße 7, 04109 Leipzig
  
Samstag, 29.03.25 
14:30-15:00 UhrWas verdienen Autor*innen?
Aktuelles zu Datenreport und Honorarumfrage des Verbands deutscher Schriftsteller*innen
Ort: Forum autoren@leipzig (Halle 5, D501) Lena Falkenhagen, Diana Menschig
16.00-17.00 UhrSignierstunde „Ruinen der Elfen“
Ort: Phantastikbuchhandlung (Halle 3, Stand C501)
Mit Thomas Finn
  
Sonntag, 30.03.25 
11.00-12.00 UhrLife-Tischrollenspiel mit dem LitPack!
Ort: Phantastische Leseinsel 1 (Halle 3, Stand C504)
Mit dem Phantastik-Autoren-Netzwerk (PAN) e.V.
Mit Thomas Finn, Tom Orgel, Carsten Steenbergen
13:15-14:00 UhrDemokratiefeind Social Media?
Ort: Forum offene Gesellschaft (Halle 2, B500) Mit Danica Bensmail (DjU), Holm Gero Hümmler (Skeptix), Alexander Waschkau (Hoaxilla)

Ein Spiel über die Macht des Rechtsstaates

The Darkest Files ist erschienen. Wenn ihr nur ein Spiel in diesem Jahr spielen könnt, spielt bitte dieses.

Natürlich bin ich vorbelastet: bei dem Spiel war ich (am Anfang) als Narrative Director mit im Boot und habe deshalb immer noch sehr, sehr zärtliche Gefühle dafür. Das phantastische Team von Paintbucket Games stellt das Spiel nun dem Publikum vor, und ich bin so froh, dass es genau in diesem Jahr erscheint.

Das Indie-Studio Paintbucket Games aus Berlin hat mit dem True-Crime-and-Court-Room-Drama einen würdigen Nachfolger zu seinem wunderbaren Erstlingswerk Through the Darkest of Times herausgebracht, das im Jahr 2020 als erstes deutsches Spiel Hakenkreuze unter der Sozialadäquanzklausel im Spiel verwendete.

Wo Through the Darkest of Times (liebevoll TtDoT genannt) uns eine Widerstandszelle im Berlin der beginnenden Nazifizierung spielen ließ, nimmt The Darkest Files die frühe Nachkriegszeit und das Team aus Staatsanwälten um den hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer ins Visier. Dieses Team aus jungen, unbelasteten Staatsanwälten soll Verbrechen aus der Nachkriegszeit ermitteln. TDF stellt zwei dieser Fälle vor, und wer sich der Zeit nähern möchte und gern knobelt, dem sei das Spiel auf jeden Fall ans Herz gelegt.

Denn The Darkest Files betont die Wichtigkeit der Freiheit der Gerichte von der Einflussnahme durch die Politik oder die Gesetzgebung.

Das Spiel betont, dass wir *alle* der Rechtsstaat sind, und dass, obwohl Demokratie Gruppensport ist, jedes einzelne Individuum mit Anstand, Haltung und Würde einen solchen Unterschied machen kann wie Fritz Bauer in den Fünzigern.
Ohne diesen Mann wäre unser Rechtsstaat nicht der, der er ist, und hätten wir nicht dasselbe Verständnis der Erinnerungskultur über die Verbrechen des Nationalsozialismus.

Bild im Stil eines Comics mit Fritz Bauers Oberkörper von hinten. Im Fokus des Bildes steht die Staatsanwältin Esther Katz, eine junge Frau mit halblangem Haar, die vor einem Reißbrett an der Wand versucht, ein Verbrechen nachzuvollziehen. 
Der Rauch von Fritz Bauers Zigarette setzt die Stimmung im Bild.

The Darkest Files erscheint heute. Gloria Manderfeld hat es für die GameStar freundlicherweise rezensiert; dieser Beitrag steht dort heute noch VOR der Paywall. Vielen Dank dafür!

Bitte spielt dieses Spiel, sprecht darüber, empfehlt es weiter – und lasst euch von Autokraten oder Billonären nicht einreden, dass wir machtlos sind.

Wir sind das Volk.

Wir sind der Souverän dieses Staates.

Wir sind Viele.

Roman „Ruinen der Elfen“ erscheint heute!

Es ist soweit: mein neues Buch ist veröffentlicht!

Der Titel ist „Im Schatten Simyalas: Ruinen der Elfen“. Das Cover ist einfach wunderschön, seht es euch an:

Das Buch erscheint im Piper-Verlag und ist Teil einer Serie von vier Büchern, die ich mit meinem Co-Autor Thomas Finn veröffentliche. Kaufen kann man ihn z.B. in der Autorenwelt.

Die Romane drehen sich um die mysteriöse Hochelfenstadt Simyala, die mitten im undurchdringlichen Reichsforst direkt neben der riesigen Kaiserstadt Gareth liegt.

Simyala ging vor Jahrtausenden unter. Viele haben es gesucht. Niemand hat es je gefunden …

In der Romanserie finden unsere Hauptfiguren gemeinsam mit Baron Allerich von Falkenwind und Gräfin Naheniel Quellentanz heraus, warum Simyala unterging, warum es immer noch im Verborgenen liegt und warum das eigentlich auch eine ganz gute Sache ist …

Der Hintergrund des Buchs ist die Welt „Aventurien“ des Tischrollenspiels „Das Schwarze Auge“. Tom Finn und ich schrieben dafür vor 25 Jahren die Spielekampagne. Sie bestand aus den Abenteuerbüchern „Namenlose Dämmerung“, „Stein der Mada“ und „Der Basiliskenkönig“. Zusammengefasst wurde sie bereits 2007 für den Kampagnenband „Im Schatten Simyalas“.

Jetzt wird eine Romanserie daraus, und ich bin ganz verliebt in unsere Protagonist*innen! Daher möchte ich sie hier kurz vorstellen:

Eyvin Alvidsdottir ist eine Skaldin aus Thorwal und eine Tochter von Beorn dem Blender aus der Phileassonsaga von Bernhard Hennen und Robert Corvus. Sie trifft in Havena auf die Einbrecherin Vike Precht und reist mit ihr gemeinsam weiter. Der Adlige Wulfhardt von Rabenmund geht eine seltsame Allianz mit der Jahrmarktszauberin „Franya die Fantastische“ ein, die mit dem Halbelfen Lindion in ihrem Kastenwagen durch das Land zieht und die Menschen mit Aufführungen beglückt.

Der zweite Band ist auch bereits geschrieben und heißt „Bote der Finsternis“. Das Cover könnt ihr hier bereits erahnen. Auch dieses finde ich wunderbar. Das Artwork ist auf Toms und meine spezifischen Wünsche hin original erstellt worden und spiegelt einen Ausschnitt der Handlung des Buches wieder!

Nachdem ich im Buchbereich zuletzt unter einem Gruppenpseudonym für eine Hörbuchserie bei Audible geschrieben habe (hört gern rein, „Das Rabenmädchen“ und „Die Rabenkönigin“ mag ich immer noch sehr), ist es ein wunderbares Gefühl, wieder ein gedrucktes Buch in Händen zu halten.

Besonders die Karten der Handlungsorte in der Klappenbroschur haben es mir angetan. Hier sieht man die Region, in der sich der Handlungsstrang um Wulfhardt, Franya und Lindion in Band 1 abspielt: die Baronie Falkenwind sowie die Amboß-Berge und der nördliche Bereich des Fürstentums Almada, wo die Handlung meine Figuren Eyvin und Vike in Band 2 hinführt:

Und in schwarz-weiß findet man eine Karte der Stadt Havena. Dort spielt ein Großteil meines Handlungsstrangs um Eyvin und Vike in Band 1:

Mein Dank rund um die Veröffentlichung gilt zunächst den phantastischen Menschen im Piper Verlag, allen voran unseren Lektorinnen Kathrin Dodenhoft und Paulina Schäfer, sowie Bernhard Hennen, der uns in der Umsetzung des Projekts stets für Gespräche zur Verfügung stand!

Ich freu mich!

Gamepathy 2024

Games zwischen Empathy Machines und Eichmann-Simulatoren

Oder: Wir müssen darüber reden, wie wir über Games reden.

Am 12.12.2024 begann in Regensburg live und in Farbe die zweite Gamepathy-Konferenz. Dieses wunderbare Format beschäftigt sich inhaltlich mit dem Thema Games und Empathie, also einem Thema, das immer wieder diskutiert wird: was machen Games mit uns?

Die Fragestellungen, die dahinter stehen, sind ja divers: erzeugen Computerspiele besser oder schlechter Empathie, als andere Medien? Wie tun sie das? Hier sind die tollen Beiträge der Konferenz auf Twitch (hoffentlich dauerhaft abrufbar):

Ich bin dieses Jahr eingeladen worden, die Keynote zu halten. Neben einem Exkurs über die Rezeption von Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ und JK Rowlings „Harry Potter“ habe ich mich grundlegend darauf konzentriert zu fragen: was ist Empathie? Ist sie immer gut? Kann Empathieaufbau missbraucht werden?

Im zweiten Teil der Keynote habe ich mich damit auseinandergesetzt, WIE wir über Games reden. Denn wir müssen darüber sprechen, wie Games im Kulturjournalismus abgebildet und geframed werden. Und wenn ich ganz ehrlich bin, möchte ich vermeintlich lustige Überschriften über Artikel über Serious Games, die mit den Worten „zocken“ oder „daddeln“ gebildet werden, im Kulturjournalismus nie wieder lesen müssen.

Meine Keynote findet ihr hier auf Youtube im Gamepathy-Kanal:

Gamepathy Podcast Folge 05: Eröffnung der Fachtagung 2024

Mein Eindruck war, dass wir vor Ort außerordentlich viel Gesprächsbedarf darüber hatten, was Games mit uns machen – seien es Tischrollenspiele, Liverollenspiele oder Computerspiele.

Wir hatten einen zweistündigen intensiven Austausch auch über die Verantwortung von Künstler*innen (und als solche sehe ich Menschen, die Games machen) gegenüber der Gesellschaft, gegenüber den Spieler*innen und welche Verantwortung aber auch die Individuen für sich selbst und gegenüber der Gesellschaft tragen.

Es war ein spannender Abend und ich freue mich sehr, dabeigewesen zu sein!

Mein Dank für die Einladung und Organisation geht an Marion Plank, Rudolf Inderst, Nadine Trautzsch, Thorsten Zimprich und Jörg Burbach.

<img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/f8f0b5477fb943ff926515f7183ca4a2" width="1" height="1" alt="">