Willkommen!

Mein Name ist Lena Falkenhagen, ich bin Schriftstellerin historischer und phantastischer Romane. Auf meiner Page können Sie sich über neue Romane und Projekte informieren, sich nach bereits publizierten Romanen erkundigen oder einfach ein bisschen in meiner Biographie schnuppern. Ich bemühe mich, auch zu jedem Roman ein paar unveröffentlichte Leckerbissen online zu stellen. Schauen Sie sich um und fühlen Sie sich ganz wie zuhause.

Verleihung des Deutschen Rollenspielpreises auf dem NordCon

Posted By on 21. Juni 2014

Deutscher Rollenspielpreis – Verleihung Kategorie Zubehör

Am letzten Wochenende fand der NordCon in Hamburg statt, das größte von Fans organisierte Rollenspiel-Ereignis in Deutschland. Von Veranstalter-Seite wurde verlautbart, dass über das Wochenede mehr als 5000 Tagesbesucher gezählt worden sind – herzlichen Glückwunsch!

Auf dem gelungenen Event konnte man zwischen Händlerständen und Liferollenspiel-Verkäufern auch Workshops und Lesungen besuchen. Neben Markus Heitz und Thomas Finn, die beide aus ihren aktuellen Büchern lasen, habe ich dort einen Workshop zum Thema Romankonzeption angeboten. Meinen Dank noch einmal an alle Teilnehmer, die extrem interessiert Fragen gestellt und mitgearbeitet haben!

Auf der Abschluss-Veranstaltung Sonntag Abend, dem Höhepunkt der Veranstaltung, wurde dann erstmals wieder der Deutsche Rollenspielpreis verliehen, der seit 2005 pausierte. Dankenswerter Weise wurde ich angefragt, ob ich einen der Preise vergeben würde und habe so gerne zugestimmt, weil ich es fantastisch finde, dass der deutschsprachige Raum nun einen Jury-Preis für Rollenspiele hat! Und was für eine Jury das war: Timo Gleichmann (Saltatio Mortis), Oliver Hoffmann (Feder & Schwert), Dirk Remmeke (H-Spielt!, Mondbuchstaben etc), Mia Steingräber (Rollenspiel-Zeichnerin) und nicht zuletzt Carsten Praefke (Mitorganisator des NordCon)!

Die Gewinner sind “Reiter der Schwarzen Sonne” in der Kategorie Regelwerk und “Splittermond – die Welt” in der Kategorie Zubehör. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner!

Deutscher Rollenspielpreis – Verleihung Kategorie Regelwerk

Hier berichten die Verantstalter über die Verleihung des Deutschen Rollenspielpreises.

Und hier eine kurze Notiz auf der Uhrwerk-Homepage für Splittermond.

Nach zwanzig Jahren Workshops, Lesungen und Auftritten auf Bühnen war ich, wie ich gestehen muss, erstaunlich aufgeregt bei der Laudatio für Splittermond – die Welt.

Alles in allem fand ich die Organisation des Preises und den Rahmen der abschließenden Veranstaltung wunderbar gelungen.

Danke an die Organisatoren, dass ich dabei sein durfte!

Zwanzig Jahre Schreiben

Posted By on 22. Dezember 2013

Das Jahr 2013 ist für mich ein Jahr der Jubiläen.

Vor zwanzig Jahren habe ich nach dem Abitur und parallel zum Studium mit dem publizierten Schreiben begonnen. Die erste Veröffentlichung war die DSA-Kurzgeschichte “Wolfstränen”, dicht gefolgt von dem Roman “Schlange und Schwert”.

Vor zehn Jahren bin ich professionelle Schriftstellerin geworden und habe meinen Arbeitsalltag rund um Texte aufgebaut – Romane, Kurzgeschichten, Artikel, aber auch Lektorat, Coaching, redaktionelle Betreuung …

Natürlich habe ich diese zwanzig Jahre nicht nur Erfolge eingefahren, sondern auch den einen oder anderen Rückschlag hinnehmen müssen. Das Leben als selbständige Schriftstellerin ist, wie Falko Löffler schon schrieb, nicht immer ganz leicht. Mit Falko teile ich dieses Jahr auch das Zehnjährige. Trotz – oder gerade wegen – all der Höhen und Tiefen blicke ich mit Freude, Stolz und auch ein bisschen Wehmut zurück.

 

Wegbegleiter

Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, all die lieben Wegbereiter und -gefährten zu nennen, die mich in den letzten Jahren begleitet haben. Menschen, mit denen man Erfahrungen und Fakten austauschen kann, sind gerade in einem Beruf, der so einzelkämpferisch daherkommt wie der der freien Schriftstellerin, eine unglaubliche Bereicherung.

Allen voran möchte ich den verstorbenen Ulrich Kiesow nennen, der mir die Chance auf erste Veröffentlichungen gab, sowie Thomas Finn, der mir in der professionalen Karriere immer einen halben Schritt voraus war und zu dem ich immer schauen konnte, wenn ich daran gezweifelt habe, ob mein Weg von Erfolg gekrönt sein könnte.

Stete Diskussionspartner waren mir Natalja Schmidt und Christoph Hardebusch, mit denen sich auch so manche Messeparty in toller Gesellschaft verbringen ließ.

Danken möchte ich auch Markus Heitz und Bernhard Hennen, mit denen mich die Wurzeln im Rollenspiel verbinden und die mich einluden, das eine oder andere Projekt mit ihnen umzusetzen.

Schlussendlich (aber nicht zuletzt) gehören hier meine Agentur, die AVA international, insbesondere Roman Hocke, sowie die Lektoren des Heyne Verlags (und hier besonders Anne Tente) hin, ohne die meine Karriere nicht existieren würde. Ich danke für viel Beistand, Geduld, Kritik und das in mich gesetzte Vertrauen.

Natürlich haben mich noch weitere Menschen begleitet oder geprägt – wie Iny Lorenz zum Beispiel, mit denen man auf Messen und Autorentreffen stets einen Plausch halten kann, oder Tom und Stephan Orgel, oder Carsten Steenbergen, Oliver Hoffmann und Oliver Graute von Feder & Schwert, Heike Koschik, Thomas Römer … Der Menschen sind es viele, und für jede Begegnung bin ich dankbar. Ihr macht diese Szene so lebens- und liebenswürdig.

 

Ein Dank

Nach all dem Namedropping bleibt mir eigentlich nur noch, mich bei Ihnen, meinen Leserinnen und Lesern zu bedanken. Ohne Sie und Ihre Rückmeldungen könnte ich nicht dem schönsten aller Berufe nachgehen – der Schreiberei. Ich fühle mich gesegnet, auf so viel Interesse und Begeisterung zu stoßen.

Denn das ist es, was mich in meinem Beruf antreibt – die Möglichkeit, Menschen zu berühren. In ihrer Seele; dort, wo sonst kaum jemand hingelangt.

Danke für zwanzig großartige Jahre. Und nebenbei eine frohe Weihnacht und einen Guten Rutsch ins Jahr 2014!

Falkenhagen schelmisch Mütze klein

Aus der Schreibstube: Romananfänge

Posted By on 28. November 2013

 

Aller Anfang …

Der erste Satz eines Romans – wie viel Bedeutung wird dem beigemessen! Nicht zu Unrecht, entscheidet er doch oftmals, ob der Leser, die Leserin in die Geschichte hineingesogen wird oder nicht.

Sol Stein sagt in seinem Buch “On Writing”, dass die Leser auf den ersten drei Seiten eines Buches entscheiden, ob sie es lesen wollen oder nicht.

Drei. Seiten. Das ist nicht viel, möchte man denken. Doch mit ein wenig Handwerkskunst benötigt man dafür nicht viel mehr als drei Absätze. Wie also kann man seinen Text so faszinierend gestalten, dass der Leser, die Leserin hängen bleibt und weiterlesen möchte?

Sol Stein sagt uns, ein Anfang solle drei Wünsche erfüllen:

  1. die Neugier des Lesers, der Leserin wecken, bevorzugt über einen Charakter oder eine Beziehung
  2. das Setting der Geschichte vorstellen
  3. der Geschichte Resonanz verleihen

Hauptsächlich muss ein Romananfang eines sein: spannend. Und diese Spannung kann auf unterschiedliche Arten und Weisen hervorgerufen werden.

Da diese drei Punkte mehr oder weniger leicht nachzuvollziehen sind, drösele ich sie hier einmal an mehr oder weniger aktuellen Beispielen auf.

 

Setting

Dass Punkt 2 bei der Eröffnung jeder Geschichte wichtig ist, erschließt sich von selbst. Um eine Handlung nachvollziehen zu können, sollten wir als Lesende schon darüber “ins Bild gesetzt” werden, ob es sich um einen phantastischen Roman mit Orks und Elfen, ein Science-Fiction-Buch auf einer Station im All oder einen historischen Roman im Wilden Westen handelt.

Tatsächlich kann man die Enthüllung des tatsächlichen Settings zur Erzeugung von Spannung auch hinauszögern und es erst Absätze später enthüllen. Die Desorientierung des Lesenden wird genutzt, um ihn wachzurütteln. Meist aber nutzt ein Autor, eine Autorin die ersten Sätze zur Verortung der Lesenden. Christoph Marzi tut dies sehr elegant in “Lyzidas”:

“Die Welt ist gierig, umd manchmal verschlingt sie kleine Kinder mit Haut und Haaren. Emily Laing erfuhr dies, bevor ihre Zeit gekommen war. Als sie meinen Weg kreuzte, flüchtete sie vor denen, die ihr eine Zukunft versprochen hatten, jenen, die täuschen und lügen und betrügen und dafür sorgen, dass das Lächeln in Kindergesichtern traurig und unecht wirkt.”

Zwar wird kein physikalischer Ort beschrieben, wohl aber die Welt, in der der Erzähler und Emily leben – und diese Welt wird als hart und unerbittlich charakterisiert. Wir bekommen erst im folgenden Satz die tatsächliche Info, wo sich die Figuren befinden, nämlich in London, Tottenham Court Road. Doch diese Information ist hinter der Schilderung der Zustände nachrangig.

Beinahe unter der Hand erfährt man, dass Emily wohl nicht sehr lange durchhalten wird, und dass sie auf der Flucht vor Menschen ist, die sich wenig um Kinder scheren. Man wird neugierig darauf, wie es mit diesem Charakter weitergeht.

 

Neugier

Auf Punkt 1 kann ein moderner Autor, eine moderne Autorin wohl kaum verzichten. Wer nicht die Neugier seiner Leserschaft weckt, langweilt sie – ein Kapitalverbrechen für jeden Geschichtenerzähler. Doch wie reizt man die Neugier der Menschen?

Spannung, Staunen oder widersprüchliche Aussagen über einen Charakter oder eine Situation am Anfang eines Romans sind gut dazu geeignet. Kai Meyer tut das in seinem von mir sehr verehrten Romananfang in “Die Geisterseher”. Ich darf zitieren:

“Am Morgen jenes Tages, an dem Gott, der Herr, von seinem Thron stieg und tot zusammenbrach, war die Milch in ihren Krügen geronnen wie Blöcke aus weißem Porzellan.”

Allein der erste Satz bietet mit den beiden Spannungsfeldern “Gott” <–> “tot zusammenbrach” eine großartige Eröffnung, mir blieb beim ersten Lesen geradezu die Spucke weg. Doch Kai hört dort nicht auf, denn der zweite Teil des Satzes bildet wiederum ein Spannungsfeld mit dem ersten. Warum ist die geronnene Milch so wichtig, dass sie in einem Satz mit dem sterbenden Gott erwähnt wird? Und auch das Ende des Satzes desorientiert den Leser weiter. Kann geronnene Milch wirken wie Blöcke aus weißem Porzellan?

Warum stehen diese beiläufig wirkenden Informationen über die geronnene Milch, den Krug, das Porzellan überhaupt im ersten Satz? Zunächst kontrastiert das interessante, aber banale Ereignis am Satzende großartig mit dem überhaupt nicht banalen am Satzanfang, nämlich, dass Gott tot von seinem Thron kippt.

Gleichzeitig stellt Kai das Setting mit vor. Die Milch ist zu einem festen Block geronnen, sie kann also nicht homogenisiert sein. Sie wird in Krügen geliefert, nicht in Tetrapacks oder Kaffeetassen – es handelt sich also nicht um einen Roman, der im 20. Jahrhundert spielt. Auch das “Porzellan”, das nur der Farbe nach mit der Milch einhergehen will, ist ein Marker, denn die Handlung findet im 19. Jahrhundert statt, der Hochzeit der Porzellankultur. Die konkrete Benennung des Settings zögert Kai zunächst hinaus, man erfährt sie erst am Ende der Seite.

Und auch die dritte Anforderung von Sol Stein erfüllt “Die Geisterseher”: die Geschichte besitzt von Anfang an Resonanz. Und was für welche. A propos:

 

Resonanz

Was aber umfasst Sol’s Punkt 3 genau? “Resonanz”, der komplexeste Teil des Sol’schen Dreigestirns, sagte mir zunächst nicht viel, “resonieren” aber sehr wohl. Verursacht die Geschichte Schwingungen in meiner Seele, meinem Verstand, meinem Bauch? Handelt es sich bei ihr um einen runden Kosmos, bei dem alle Teile die jeweils anderen beeinflussen? Oder sind sie flach, eindimensional, ohne mich zu berühren? Passen Stil und Sprache zur Geschichte?

Gute erste Sätze umfassen bereits in sich, worum es in dem Roman gehen wird. Eines meiner Lieblingsbücher, “Pride and Prejudice” von Jane Austen, hat einen so ikonischen Satz geprägt, der sowohl Ton, Inhalt und Problem der Geschichte umfasst:

“It is a truth universally acknowledged that a single man in possession of a good fortune must be in want of a wife.”

Der Leser erfährt, dass es ums Heiraten geht (und die Gründe dafür, das liebe Geld), dass gesellschaftliche Ansprüche eine Rolle spielen (“a truth universally acknowledged”) und dass die Erzählerin des Romans über eine gehörige Portion Sarkasmus verfügt, denn die aufgestellte Behauptung ist natürlich sowohl übertrieben wie auch schlicht falsch, auch wenn es sich viele Mütter unverheirateter Töchter anders wünschen würden. Gleichzeitig mag man in dieser Sprache einfach baden, so elegant, geschwungen und herrlich spitz ist sie.

Jane Austen erfüllt mit diesem einen Satz alle drei Anforderungen: Der Satz resoniert, sagt mir, wovon das Buch handelt und macht neugierig darauf, wer Mann und Frau sind, die da offenbar in Beziehung gesetzt werden.

 

… ist schwer

Und nun? Wie einen so fantastischen ersten Satz finden, dass er diese drei Kriterien erfüllt? Hier ein paar praktische Tips.

  1. Kennen Sie Ihre Figuren. Wo liegt der Konflikt ihrer Hauptfigur – oder jener, mit der Sie in das Buch einsteigen? Legen Sie den Finger sofort in die Wunde, deuten Sie den Konflikt zumindest an.
  2. Kennen Sie Ihre Welt mit ihren Gesetzmäßigkeiten. Handelt es sich um einen Urban-Fantasy-Buch? Deuten Sie einen Hauch des Übernatürlichen an. Ist es ein Western? Lassen Sie eine der Figuren “Howdy” oder “Grünhorn” sagen.
  3. Kennen Sie das Thema Ihres Buches. Geht es um die Rebellion gegen eine übermächtige Allianz? Ums Heiraten zum Wohl der Familie? Um Rauch und Schatten? Versuchen Sie, das Hauptthema bereits hier einzuführen, und sei es nur durch ein Wort, einen Satz.

Zusammenfassend kann man sagen: Schreiben sie den ersten Satz zuletzt, denn dann wissen Sie, was zur Hölle Sie da eigentlich tun.

 

Viel Spaß beim Schreiben.

 

 

Stoker, Schiller und der Briefroman

Posted By on 8. November 2013

Neben vielen historischen Ereignissen birgt der 8. November auch ein literarisches – heute vor 166 Jahren wurde Bram Stoker geboren.

Der Ire, der zwölf Romane und viele Kurzgeschichten schrieb, wurde mit einer einzigen Schöpfung so unsterblich wie seine Hauptfigur – die Rede ist natürlich von seiner literarischen Aufarbeitung des Vamiprmythos in dem Briefroman Dracula.

Stoker ist nicht der erste Autor, der sich dem Vampir widmete. Bereits John Polidoris The Vampyre (1819) und Carmilla von Joseph Sheridan LeFanu (1872) hauchen den Blutsaugern leben ein, doch es bleibt Stoker vorbehalten, dem Mythos seine wahren Unsterblichkeit zu verleihen.

Meine persönliche Begegnung mit Bram Stoker’s Dracula fand im Alter von elf Jahren statt. Ich verschlang das Buch von der ersten bis zu letzten Seite. Es wird mir als eines von drei Büchern, die meine Lese- und Schreibgewohnheiten am meisten geprägt haben, stets in liebevoller Erinnerung bleiben.

Was fasziniert mich an Dracula? Nicht nur die Hauptfigur mit ihrer subversiven, zwischen Erotik und Tod mäandernden Metapher. Bram Stoker’s Helden verbindet eine Treue und Aufrichtigkeit, wie sie nur wahre Gefährten kennen, eine Zielgerichtetheit, für das Wohl der Welt großes Leid (und schlimmsten Verlust) auf sich zu nehmen, die gute (Roman-)Helden ausmacht sowie eine Empfindsamkeit, die einen großen Reiz des Romans ausmacht.

Besonders schätze ich aber die Erzählform des Buches. “Dracula” ist ein Briefroman, von denen es in dieser Welt meines Erachtens deutlich zu wenige gibt. Wie Schillers “Geisterseher” entsteht die eigentliche Handlung sowie ein Großteil der Spannung nicht in den präsentierten Texten, die aus Tagebucheinträgen, Memoranden, Briefen, Notizen und Nachrichten bestehen, sondern zwischen ihnen – in der immer weiter aufragenden Kluft der Informationen zwischen den handelnden Figuren.

Es gibt nur einen Charakter, in dessen Händen das vollständige Bild der Handlung zusammenläuft – und das ist der Leser, die Leserin selbst. Und so will man mit jedem neuen Eintrag die Hände in die Seiten krampfen, während man beobachten kann, wie die Helden unwissend in ihr Verderben zu laufen scheinen, während man selbst, als später Zeitzeuge so echt wirkender Dokumente, zur Tatenlosigkeit verdammt ist.

Auch Friedrich Schiller widmet sich in seinem “Geisterseher” dieser Schreibform – bis auf die langwierigen philosophischen Teile vom Spannungsaufbau ebenfalls meisterhaft komponiert – und beweist damit ein großes Gespür für die Prosa. Schiller konditioniert seine Leser geradezu darauf, zwischen den Zeilen zu lesen und zu verstehen, was die handelnden Fiugren in ihrer Beschränktheit doch nicht sehen können.

Ich kehre an diesem regnerischen Novemberabend nun mit einer heißen Tasse Tee und Bram Stoker’s Dracula auf mein Sofa zurück und lasse mich gruseln.

Herzlichen Glückwunsch, Bram, wo auch immer du sein magst – sterblich oder usnterblich.

The Future of Storytelling – ein Kurs der Fachhochschule Potsdam

Posted By on 4. November 2013

Nach langer, langer Zeit seit dem Literaturstudium habe ich mich mal wieder zu einem Erzählkurs angemeldet – online. Er findet unter Iversity.org statt und wird von der Fachhochschule Potsdam abgehalten.
Die ersten beiden Kapitel des Lehrinhaltes haben für noch nicht viel Neues gebracht; aber da laut der Dozentin sowohl Anfänger/innen wie Profis etwas aus dem Kurs mitnehmen sollen, wäre das für die Einführungskapitel vielleicht auch etwas viel verlangt.

Mich interessieren an dem Erzählkurs hauptsächlich die didaktischen Strukturen der Weboberfläche sowie die Vermittlung des Inhaltes – wo fängt das Kapitel an, wo hört es auf? Und befasst sich der Kurs wirklich mit der “Zukunft des Erzählens”, wie versprochen wird?

Die ersten beiden didaktischen Aufgaben sind für Einsteiger ins Erzählen eine gute Übung.

1. Welcher Film hat mir am besten gefallen, und warum? Was hat mich beeindruckt?

2. Charakterprofil meines Lieblings-Seriencharakters ausfüllen. Was legt ihn mir ans Herz?

 

Ich kann nur empfehlen, Bücher zu lesen, Filme zu schauen, Serien zu konsumieren – prinzipiell Geschichten zu “lesen”, wo auch immer man sie findet. Durch die Analyse von guten Geschichten und Figuren lernt man, was funktioniert und was nicht.

Aus dem Leben gebloggt: Empört euch!

Posted By on 19. Juli 2013

Vermutlich sind Sie, liebe Leserin, lieber Leser, politischer als ich. Ich habe einen Überblick über die Tagesmeldungen im In- und Ausland, gehe aber nur selten in die Tiefe, denn eigentlich bin ich kein politischer Mensch. Ich bin Schriftstellerin, ich unterhalte Menschen.

Deshalb hätte ich nicht gedacht, dass ich auf diesem Blog hier, auf dem es sonst um Romane, Geschichten und Schreiben geht, einmal einen politischen Beitrag einstelle. Politik hat eigentlich nichts mit meiner Arbeit zu tun. Deshalb dachte ich bislang, dass sie hier nicht hergehört.

Heute aber ist der Tag gekommen, an dem ich so wütend bin, dass ich nicht anders kann: Ich schreibe einen politischen Beitrag. Ich halte es sogar für meine Bürgerpflicht, mich zu empören, wie Davaidavai hier deutlich macht.

Neuland Internet?

Für mich ist das Internet Alltag, wie wohl für jeden, der seine Zeit im Büro oder sonstwo Zeit vor dem Computer verbringt. Ich bin kein Tech-Nerd, ich schätze die Kommunikation, die mir Computer und Handy erlauben. (Das Internet ist eben kein Neuland für uns, das kann nur jemand sagen, der seine Kommunikation der Sekretärin diktiert und SMS für modern hält.)

Ich (wie vermutlich die meisten meiner Leserinnen und Leser auch) bewege mich selbstverständlich im Netz, lese Nachrichten, Filmbeiträge, Klatsch und nutze Twitter, Google+ und Facebook. Mir war klar, dass die Anbieter dieser Dienste wissen, was ich so schreibe. Das habe ich in Kauf genommen, weil Facebook nicht weiß, was ich bei Twitter oder Google+ schreibe und auch nicht meine Emails lesen kann.

Und wenn man das Internet nicht nutzt oder nutzen will, muss man schon in einer Hütte ohne Telefon leben, denn selbst Telefongespräche werden heutzutage längst als Datenpakete über das Internet geleitet, und zwar sowohl vom Handy als auch von den meisten Festnetzanschlüssen.

Facebook, Twitter oder das nächste, vielleicht besser gesicherte Social Web nicht zu benutzen, kommt für mich nicht in Frage. Dem käme gleich, aufzuhören, mit meinen Freunden zu telefonieren, keine Briefe und Mails mehr zu schreiben. Hinzu kommt mein beruflicher Nutzen des Netzes. Über all diese Dienste informiere ich die Menschen, die an meiner Arbeit interessiert sind, bekomme das so wichtige Feedback für meine Arbeit, Lob und Kritik, und gelange an Fakten, die ich sonst nur mühselig oder gar nicht hätte recherchieren können. Das Internet ist heute unersetzbar und nicht mehr wegzudenken aus meiner Arbeit und meinem Privatleben.

Privatsphäre nein Danke?

Und weil die Kommunikation über das Internet so wichtig für mich ist, lege ich viel Wert auf den Schutz meiner Privatsphäre. Ich wäre bereits tödlich verletzt, wenn mein Partner meine Emails ungefragt läse (tut er nicht), doch das wäre nichts verglichen mit der Dreistigkeit, mit der in den letzten Jahren durch Prism und Tempora meine (und Ihre) Privatsphäre verletzt wurde. Diese vollständige Überwachung ist eine so bodenlose Frechheit, dass mir als Schriftstellerin die Worte fehlen.
Meine private Kommunikation muss privat bleiben! Wenn schon Menschen, die mir nahe stehen, meine Mails nicht lesen dürfen, was meinen Sie, wie es mir geht, wenn ich erfahre, dass regelmäßig ausländische Geheimdienstler darin herumschnüffeln? Nicht umsonst ist die private Kommunikation ein Grundrecht des Menschen, das von allen zivilisierten Staaten in der Verfassung anerkannt wird.

Warum ich das schreibe? Weil es hier nicht nur um ein paar Nerds geht, die ein obskures Lebensgefühl im Internet verteidigen. Hier geht es um die Kommunikationsgrundlage der Zukunft, um die Freiheit des Denkens, des Sprechens. Im Zeitalter von Prism und Tempora verkommt der Mensch zum gläsernen Objekt, stets durchleuchtet und dieser sozialen Form der Vergewaltigung hilflos ausgeliefert.

Überraschung: Ich möchte nicht durchleuchtet werden. Ich möchte mich auch nicht hinter Verschlüsselungsprogrammen gegen die Übergriffe unsichtbarer Finger schützen müssen. Das höhnische “Jeder Bürger muss sich selbst um die Verschlüsselung seiner Daten kümmern”, das Innenminister Friedrich nach seinem Aufklärungsbesuch in den USA verlauten ließ, kommt der Anweisung gleich, doch nicht mehr aus dem Haus zu gehen, wenn man Angst vor einem Raubüberfall hat.

Habe ich etwas zu verbergen? Natürlich habe ich etwas zu verbergen. Jeder Mensch hat etwas zu verbergen, sonst könnten wir auf Kleidung verzichten, und das Rezept für ein Mittel gegen Hämorrhoiden oder Fußpilz oder vielleicht den Inhalt unserer Steuererklärung gleich veröffentlichen. Immer noch nichts zu verbergen? Wie wär’s mit einem kleinen Marker, der immer aktuell anzeigt, ob Sie gerade menstruieren? Oder für den männlichen Leser: Die Anzahl der Minuten, die seit der letzten Erektion vergangen sind? Medizinische Daten, die vielleicht Ihren Arbeitgeber davor zurückschrecken lassen, Sie fest einzustellen?

Privatsphäre ist wichtig. Und neben diesen „privaten“ Erwägungen gibt es noch eine weitere: Überwachung macht Angst. Angst verändert das Verhalten der Menschen und damit der Gesellschaft. Überprüfen sie doch mal, wie „normal“ Sie sich verhalten, wenn Sie mit einem uniformierten Polizisten, dem strengen Chef oder der garstigen Schwiegermutter reden – alles Leute, die auch das kleinste Fehlverhalten gegen Sie verwenden können. In solchen Situationen ist man gestresst, nimmt sich in Acht – und sagt im Zweifel lieber etwas Belangloses, statt in ein Fettnäpfchen zu treten. Oder man hält gleich den Mund, aus Angst vor Konsequenzen.

Dauernde Überwachung funktioniert genauso. Wird die Mail aus dem Kontext gerissen? Schaut jemand bei Facebook nach und hält einem vor, dass man betrunken war? Muss man sich fragen, ob der Satz, den man gerne kommunizieren möchte, nicht vielleicht beim Geheimdienst falsch verstanden oder gar als Code gelesen werden könnte?
Das ist keine Freiheit mehr. So was kenne ich nur aus den Filmen über die DDR. In so einem Staat will ich nicht leben müssen.

Der Abwehrkampf unserer Generation

Doch selbst mir als relativ unpolitischem Menschen erscheint es inzwischen so, als tobe mit dem Ringen um unsere Privatsphäre längst der Abwehrkampf unserer Generation.
Und ich erinnere daran, dass Unfreiheit nicht schlagartig kommt. Sie kommt in der Salamitaktik – in kleinen Schritten. So war es in der DDR, so war es im Faschismus des Dritten Reiches. Wer Freiheit wegnimmt, erklärt immer wieder neu, warum dieses kleine bisschen Freiheit (jetzt bestimmt zum letzten Mal) genommen werden muss. Bis es zum Widerstand zu spät ist.

Nun möchte ich weder einen unpassenden Nazivergleich anstimmen noch die Ermordung dieser Minoritäten verharmlosen. Was ich sagen möchte, ist, dass auch im Dritten Reich die Rechte der Menschen nicht von heute auf morgen beschnitten worden sind. Dabei handelte es sich um einen schleichenden Prozess, bei dem jeder einzelne harmlos wirkte. In der Gesamtheit führten diese Schritte aber in den Faschismus.

Nun müssen Prism, Tempora und ähnliche Programme nicht in einem Faschismus wie im Dritten Reich münden. Aber sie sorgen für eine Beschneidung unserer Freiheit. Wenn wir heute schweigen, ducken und nicht unsere Wut hinausschreien über eine Regierung, die unsere Rechte nicht gegen die Übergriffe einer anderen Macht verteidigt, dann haben wir nicht mehr das Recht, uns darüber zu beschweren, dass wir uns nicht auf eine Demonstration trauen können, weil die Polizei mit Filmkameras anwesend ist und die Anwesenheit in eine entsprechende Datenbank einträgt (das ist längst so üblich, und wir haben geschwiegen). Oder dass ich im Telefonat mit meiner Mutter – oder einem türkischen Freund – Sorge haben muss, mich über tagespolitische Themen zu unterhalten, in denen allzu oft die Worte “Bombe”, “Attentat”, “Allah” oder “Scheiß Globalisierung” vorkommen (da sind wir jetzt).

Und das setzt schon das Wohlwollen voraus, dass die Abhörer nicht am Exposé meines nächsten Romans interessiert sind, oder der Mensch, der die Daten auswertet, den Inhalt des Gesprächs für persönliche oder geschäftliche Zwecke nutzt.

Ein Verbrechen am Volk

Gibt es eine Rechtfertigung für das systematisierte Abhören? Die Regierung behauptet, es seien Terroranschläge verhindert worden. Mal angeblich fünf, dann nur drei, zuletzt sieben. Das würde ich gerne überprüfen, aber die Überwacher lassen sich nicht überwachen.

Aber letztlich ist mir egal, ob Terroranschläge verhindert wurden. Der Verlust von Menschenleben ist schrecklich, aber wir nehmen ihn hin. Ein Tempolimit auf den Autobahnen würde nachweislich Menschenleben retten (also anders als die Überwachung, richtig wissenschaftlich belegt und überprüfbar). Unsere Freiheit, schnell Auto zu fahren, ist uns wichtiger.

Deshalb bin ich persönlich nicht bereit, meine Privatsphäre der Drohung zu unterwerfen, dass vielleicht einmal irgendwann irgendetwas passieren könnte und daher ausländische Geheimdienste, die schon deutsche Staatsbürger entführt und in Guantanamo eingesperrt haben und vermutlich auch gefoltert haben, mich totalüberwachen dürfen. Geheimdienste eines Landes, dem selbst Ex-Präsident Jimmy Carter inzwischen attestiert, dass “Amerika [...] derzeit keine funktionierende Demokratie” mehr hat, wie die Süddeutsche berichtet.

Und ich bestehe darauf, dass meine Regierung meine Rechte schützt, sei es gegen gewaltbereite Feinde auf der einen oder unsere machtversessenen “Freunde” auf der anderen Seite.

Die Nullkommunikation

Und deshalb ärgert mich an dem Verhalten unserer Politiker, allen voran Frau Merkel, am meisten, wie sie reden. Man sollte meinen, unsere Regierung schulde uns, den eigenen, aufgebrachten Bürgern, eine Erklärung. Zumindest ein wenig Ehrlichkeit.

Statt dessen redet man über uns und unsere Köpfe hinweg, während wir mit Floskeln, Leeraussagen und Nullsätzen abgespeist werden. Eine konkrete Auseinandersetzung mit diesem Thema findet man auf Stefan Niggemeiers Blog.

Hier geht es um unsere Freiheit, um das Recht, uns frei zu bewegen. Nicht nur virtuell im Netz, sondern auch ganz real – denn sobald man ein Handy bei sich trägt, kann man auf Schritt und Tritt verfolgt werden.

Und man behandelt uns so, wie früher die Gegner im Kalten Krieg? Mit kalter Schulter und leeren Phrasen?

Was tun?

Was aber können Sie und ich tun? Man muss wohl an zwei Fronten kämpfen. Zum einen unserer Regierung Druck machen, diesen Leuten klarmachen, dass sich etwas ändern muss. Zum anderen werde ich in Zukunft meine Kommunikation absichern.

Ich werde mich notgedrungen doch mit dem Thema der Verschlüsselung auseinandersetzen müssen.

Wie man Emails sicher verschlüsseln kann, erklärt zum Beispiel der Spiegel.

Meinen öffentlichen Schlüssel werde ich in den nächsten Tagen auf einem Key-Server hinterlegen, damit man mich erreichen kann.

Den Chat lässt man wohl besser nicht mehr über Facebook oder Google Hangout laufen. Als Androidnutzerin werde ich Gibberbot probieren.

Mindestens ebenso wichtig wie der Selbstschutz ist der politische Weg. Unglaublich effektiv ist es, den oder die Abgeordnete/n Ihres Wahlkreises einfach mal anzurufen und die eigene Besorgnis auszudrücken. Das machen nicht viele Wähler, und deshalb ist es sehr wirksam. Drei oder vier Anrufe von unterschiedlichen Wählern erwecken da schon den Eindruck einer Welle. Informieren Sie sich, was er oder sie gegen diesen Skandal zu tun gedenkt.

Falls Sie dafür zu schüchtern sind, gibt es noch Abgeordnetenwatch. Da kann man den „Anruf“ über das Internet erledigen. Schreiben Sie außerdem Leserbriefe und Blogbeiträge. Twittern Sie darüber, spammen Sie Google+ voll, schreiben Sie es auf Facebook.

Und lassen Sie den Worten Taten folgen. Wählen Sie nur solche Abgeordneten, denen Sie auch vertrauen, sich in Ihrem Sinne einzusetzen.

Das einzige, was Sie und ich jetzt nicht tun dürfen, ist stumm bleiben.

Empört euch! Ich tu’s.

Aus der Schreibstube: “Woher bekommen Sie nur immer Ihre Ideen?”

Posted By on 18. Juli 2013

So oder ähnlich lautet die Frage, die ich recht häufig auf Lesungen zu hören bekomme – oder von neuen Bekanntschaften, die erfahren, dass ich Schriftstellerin bin. Manchmal auch “Das könnte ich nicht – da muss man sich ja ständig etwas ausdenken!” Woher also nehme ich meine Ideen? Die Antwort auf diese Frage ist sowohl leicht wie schwer.

Einfälle liegen auf der Straße. Manchmal wortwörtlich – eine fremdartige Münze, ein vergessener Schuh, der Strickbezug eines Laternenpfahls – und manchmal weniger wörtlich, wie etwa ein Plakat für eine Museumsausstellung, ein Arte-Beitrag über ein fremdes Land oder eine historische Begebenheit, oder ein Blog über eine ulkige Subkultur.

Schwer fällt mir die Erklärung deshalb, weil ich keine Ahnung habe, wie sich die Ideen in meinem Kopf vernetzen und verdichten, bis die Grundidee für eine Geschichte dabei herauskommt.

Vermutlich kommt das Gespür für Dinge, die eine gute Geschichte abgeben, von dem Konsum anderer Geschichten. Romane, Comics, Fernsehserien, Filme, Kurzgeschichten – all das schult den aufmerksamen Betrachter ganz natürlich in dramaturgischen Strukturen.

Wer es gerne theoretisch mag, kann sich Literatur von Sol Stein, James N. Frey, Christopher Vogler oder anderen Ratgeberautoren kaufen. Doch nicht alle dieser Bücher sind dem Laien leicht zugänglich, da sie mit unterschiedlichen Lernniveaus arbeiten.

Übrigens liegt meist nur die Grundidee als solche auf der Straße. Aus der Idee ein rundes Exposé zu machen, ist dann harte Arbeit. So weit also zur Schriftstellerin, die tagein, tagaus im Freibad liegt und auf himmlische Eingebung wartet …

Jetzt aber zum Praktischen. Wie kann ich üben, nach Ideen Ausschau zu halten oder welche zu erkennen, die mir über den Weg laufen?

1. Beobachten Sie Menschen, auch jene, die sich nicht in ihrem direkten sozialen Umfeld aufhalten. Andere soziale Kreise denken anders, als wir es für möglich halten. Solche unterschiedlichen Geisteshaltungen lassen sich famos für dreidimensionale Figuren nutzen.

2. Hören Sie zu. Was lesen die Menschen gerne, und warum? Was reizt Ihre Freunde an den Büchern, die sie zuende lesen (!) oder den Filmen, die sie sich auf DVD kaufen? Was macht eine Geschichte so faszinierend, dass sie den Leser packt?

3. Spielen Sie Ideen-Tetris. Verschränken Sie auch unmöglich wirkende Gedanken und Grundansätze miteinander und betrachten Sie das Ergebnis. Klingt das Ergebnis verrückt, oder aber spannend und neu?

Tja, und was mache ich dann mit meiner tollen Idee? Das bietet Raum für einen eigenen Blogeintrag …

Lesung “Die letzte Hanseatin” auf dem 17. Salzwedeler Hansefest

Posted By on 28. Mai 2013

Die letzte Hanseatin

 Am 29. Mai um 19:30h lese ich in Salzwedel aus “Die letzte Hanseatin”, meinem im Januar erschienenen Historischen Roman. Da das Buch den Konflikt zwischen der Hanse und England im 15. Jahrhundert zum Thema hat, passt es ganz besonders gut in das Festprogramm anlässlich des 17. Salzwedeler Hansefestes!

Ich freue mich darauf, an diesen Feierlichkeiten im Konzertsaal der Mönchskirche Salzwedel teilzunehmen.

“Die letzte Hanseatin”: Rezensionen und Interviews

Posted By on 6. Februar 2013

Langsam trudeln einige Rezensionen und Interviews zu “Die letzte Hanseatin” ein. Auf Things, Books and More gibt es eine wohlwollende Rezension von Michael Sterzik, und LangeLeine.de hat ein Interview mit mir geführt, bei dem auch ein kleiner Ausblick auf das Buch gegeben wird, an dem ich gerade arbeite.

Gibt es noch mehr Rezensionen, die ich übersehen habe? Über sachdienliche Hinweise würde ich mich freuen. :)

 

“Die letzte Hanseatin” am 14. Januar 2013 im Handel!

Posted By on 4. Januar 2013

Nur noch zehn Tage, dann ist es so weit: mein nächster historischer Roman erscheint im Heyne-Verlag! Wie immer erwarte ich diesen Termin mit großer Freude.

Für “Die letze Hanseatin” bin ich nach Lübeck zurückgekehrt, jener Stadt, die ich bei der Recherche für “Das Mädchen und der Schwarze Tod” lieben lernte. Dieses Mal geht es jedoch nicht um den Totentanz der Stadt, sondern um eine mysteriöse Bibel, die ihren Weg zu der Kaufmannstochter Elise Lipperade findet.

Elise, bedroht vom Sekretär ihres vermissten Schwiegervaters, macht sich auf den Weg nach London, um ihrem Sohn das Erbe zu retten und nicht selbst in die Ehe mit dem Mann gezwungen zu werden, den sie verabscheut. Denn wenn es ihr gelingt, die Intrige im Spannungsfeld zwischen dem von den Rosenkriegen zerrissenen englischen Hof und der von Lübeck regierten Hanse aufzuklären, kann sie vielleicht sogar den Namen des Mannes reinwaschen, für den sie inzwischen zärtliche Gefühle entwickelt hat …

Lübeck und London im Spannungsfeld der Rosenkriege und des Hansekonfliktes im späten 15. Jahrhundert haben mir eine so interessante Grundlage für meinen Roman geboten, dass ich nach Lübeck nun auch die englische Hauptstadt mit ganz neuen Augen sehe. Ich bin sehr gespannt auf die ersten Meinungen meiner Leserinnen und Leser!

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Die letzte Hanseatin

Eine junge Frau zwischen Krieg und Frieden

1467: Die Lübecker Kaufmannstochter Elise Lipperade stößt in ihrer Heimatstadt auf eine mysteriöse politische Intrige: ein blutiger Zwischenfall soll England und die Hanse in den Krieg treiben. Und die Verschwörung könnte ihren Schwiegervater das Leben kosten. Um ihn zu retten, fährt die junge Frau ins ferne London. Hier brodelt ein Konflikt, der über Leben und Tod, Krieg und Frieden sowie den Bestand der Hanse entscheiden wird.

 

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