RPG-a-day – Tag 18: Meistgespieltes Spiel?

Aus der Asche, (c) by Ulisses Spiele GmbH

„Which RPG have you played most in your life?“

Dieser Oscar geht vermutlich an DSA – Das Schwarze Auge. Ich fing mit 11 Jahren an, es zu spielen, und habe technisch bis heute nicht aufgehört, auch wenn es sehr, sehr selten passiert.

Meine Jahrzehnt-des-Feuers-Runde kann ein Lied davon singen, dass wir zu wenig spielen …

RPG-a-day – Tag 17 : Längstbesessenes Spiel?

„Which RPG do you owned the longest but have not played?“

Das längstbesessene Spiel, das ich noch nie (wirklich) gespielt habe, ist wohl Ars Magica. Es ist auch das Spiel, bei dem ich mir ständig erhoffe, es spielen zu können, weil ich Stimmung, Mechanismen und Grundkonflikt so gern mag. Abgesehen davon bin ich ein Freund von Kostüm-Settings.

RPG-a-day – Tag 15: Adaptiertes Rollenspiel?

„Which RPG do you enjoy adapting the most?“

Ich weiß nicht, ob man es „Genuss“ nennen kann, wenn man sich gezwungen sieht, ein System anzupassen.

Das meistadaptierte System bei mir ist sicher Deadlands, dessen Würfelkurve es einem Spielleiter meiner Meinung nach unmöglich macht, eine Schwierigkeit festzulegen, die für die ganze Gruppe gilt.

Daher haben wir in unserer Deadlands-Kampagne damals das WoD 2.0-System und die Charaktergenerierung unter das Initiative- und Trefferzonensystem von Deadlands gelegt. Insgesamt passte das ganz gut.

RPG-a-day – Tag 13: Spielverändernde Sitzung?

„Describe a game experience that changed how you play.“

Abgesehen von der „Zorn-des-Bären“-Erfahrung von Tag 7 kann ich hier eine meiner ersten Engel-Sitzung zitieren, in der ich mit dem Arcana-System (einem extra für die Hintergrundwelt angelegten Tarot-Karten-Spiel) den Herrn der Fliegen (den absoluten Patzer) zog.

Das System überließ es mir als Spielerin zu definieren, was meinem Michaeliten geschah, und in der Schilderung der grässlichen Geschehenisse ging mir auf, dass sich ein Spielleiter vermutlich nicht getraut hätte, all das meiner Figur anzutun.

Seitdem bin ich ein Fan von Player Empowerment, denn der Spieler oder die Spielerin hat die Story, die er oder sie mit ihrer Figur erzählen möchte, viel besser im Gefühl, als der Spielleiter das oftmals haben kann.

RPG-a-day – von Quellen und Engeln

Engel Logo (c) Feder und Schwert

Da ich in den letzten beiden Tagen leider nicht zum Schreiben kam, hier drei Tage des RPGadays in einem Blogpost:

 

Tag 10: „Where do you go for RPG reviews?“

Da wäre das Tanelorn-Forum oder RSPblogs.de.

Im Tanelorn schreibt so ziemlich alles mit, was in Deutschland Ahnung von Rollenpspielen hat, und das RSPblogsforum ist die deutschlandweit beste Blogsammlung über Rollenspiele, die man finden kann.

 

Tag 11: „Which dead game would you like to see reborn?“

Das wäre entweder Ars Magica, das zu diesem Zeitpunkt wohl als tot bezeichnet werden kann (die 5th ed wird nicht weiter unterstützt und eine 6th ist noch nicht angekündigt) oder aber Sorceror’s Crusade, der Renaissance-Ableger von Mage: The Awakening.

(c) White Wolf

Über Ars Magica habe ich schon an Tag 5 geschrieben. Sorceror’s Crusade fing für mich das perfekte Magier-Feeling ein, weil es in der Renaissance spielte, und das Thema der Spaltung von traditionellen Magier-Traditionen und moderner Technokratie darstellte. Zu Beginn des Zeitalters der Aufklärung bekämpfte die Technokratie die „abergläubische“ Weltsicht von Hexen und Zauberern, um ihr eigenes Weltbild durchzusetzen (und damit besser mit außergewöhnlichen eignen Zaubern davonzukommen).

Ich finde, dass Sorceror’s Crusade sogar besser funktioniert als das normale Mage: The Awakening.

 

Tag 12: „Which RPG has the most inspiring interior art?“

Die einzige Antwort auf diese Frage lautet „Engel„. Der fantastische Font von Oliver Graute, die großartigen Grafiken von Eva Wiedemann unterstützen das Spielfeeling von Engel perfekt und ermuntern zu spannenden Kampagnen. Ich halte Engel für eines der besten deutschen Spiele, sowohl vom Grafik- als auch vom Welten-Design her.

RPG-a-day – Tag 9: Gutes Kampagnensystem?

Night’s Black Agents (c) Pelgrane Press

„What’s a good RPG to play for about 10 sessions?“

Bis vor kurzem wäre die Antwort auf diese Frage immer „Ars Magica!“ gewesen, und das mit viel Emphase.

Ars Magica besitzt auch Regeln für die Weiterentwicklung zwischen den Spielsitzungen. Es teilt das Jahr in 4 Quartale, in denen die Magier bestimmte Dinge tun können. Gehen sie auf Aventüre, können sie keine Magischen Forschungen machen. Machen sie magische Forschungen, können sie kein Vis (kristalline arkane Kraft) sammeln. Ohne Vis fällt ihnen das Erforschen von Zaubersprüchen oder anfertigen von Artefakten schwer (sie können also keine magischen Forschungen abhalten).

Und dann gibt es auch noch so weltliche Probleme wie Kirchenobere, die Magier verfolgen lassen, Bauern mit Fackeln und Mistgabeln, Kreaturen des Mythischen Europa, die für Ärger sorgen, Feen, Dämonen …

Seit ich Night’s Black Agents lese, habe ich meine Meinung geändert. NBA liefert *wirklich* gute Kampagnenregeln. Die Stabilität wird (ähnlich wie bei Call of Cthulu) nachgehalten, man erhält Handhaben für Psychische Auswirkungen von Horror und wie man sie wieder loswird.

Das ware Bonbon von NBA ist allerdings die Anleitung zum Strukturieren von Kampagnen in Pyramiden-artigen Eskalationsstufen. Ich kann jedem/jeder SpielleiterIn (und allen AutorInnen!) nur wärmstens empfehlen, sich NBA anzuschauen, man kann von Kenneth Hite noch was lernen.

RPG-a-day – Tag 8: Zwei-Stunden-Spiel?

Monsterhearts (c) PbtA

„What is a good RPG to play for sessions of 2hrs or less?“

Das wäre vermutlich Fiasko (wobei auch das mal länger dauern kann), bei dem man allerdings ernsthaft diskutieren könnte, ob es ein richtiges Rollenspiel ist.

Alternativ ein schlankes Spiel Powered by the Apocalypse wie „Monster of the Week“ (ein Dresden-Files/Buffy-Klon) oder „Monsterhearts“ (ein Buffy/Vampire Diaries-Klon).

Die PbtA-Systeme liefern fertige Charakter-Playbooks, in denen man durch das Ankreuzen aus einer begrenzten Auswahl von Optionen einen Charakter innerhalb von 10 Minuten generieren kann und mit einem auf W6 basierenden System, das nur auf Attributen basiert, losspielen kann.

Die Figuren entstehen trotz der einfachen Generierung erstaunlich dreidimensional in der Vorstellung und eignen sich sogar fürs Kampagnenspiel.

RPG-a-day 2017 – Tag 7: Beeindruckendste Spielsitzung?

Der Zorn des Bären (c) Ulisses Spiele GmbH

„What was your most impacful RPG session?“

Die beeindruckendste Spielsitzung fand in Lehrte bei unserem damaligen frisch gefundenen Freund Niels Gaul statt, der mich später auch über Ulrich Kiesow in die DSA-Redaktion holen sollte.

Er leitete für uns „Zorn des Bären“ von Ina Kramer, ein Abenteuer über zauberhafte Winterriten und die Volkstümer der Nivesen (eines Lappen-artigen Volks im Norden von Aventurien).

In dieser Sitzung fanden wir heraus, dass Rollenspiel mehr als Hack’n’Slay bedeutete, dass man Charaktere mit ethnischem Hintergrund ausstatten und spielen konnte, statt nur als Abenteuer-Hauptfiguren, und wir lernten, dass man seine Attacke-und-Parade-Fertigkeiten auch für etwas anderes einsetzen kann als Kämpfen: Für eine Schneeballschlacht.

Wir haben uns gerollt im Schnee und gelacht und gescherzt, und das Rollenspiel bei uns am Tisch sollte nie wieder dasselbe sein.